Das Haavelmo-Theorem (nach Trygve Magnus Haavelmo) bezieht sich auf die Einkommenseffekte (bezüglich des Primärimpulses) budgetsaldoneutraler Fiskalpolitik und besagt, dass von einer Erhöhung der Staatsausgaben G, die voll über zusätzliche Steuern T finanziert wird, eine Erhöhung des Gleichgewichtseinkommens/Gleichgewichtsinlandprodukts Y ausgeht, die mindestens so groß ist, wie die Erhöhung der Staatsausgaben bzw. der zu ihrer Finanzierung notwendigen Steuererhöhung, also .
Da, im Gegensatz zu den privaten Haushalten, ein Staat keine marginale Sparquote aufweist werden die Steuereinnahmen laut Haavelmo zu 100% wieder investiert. Unter Beachtung des multiplikator Effekts lässt sich aus daher ein höheres Volkseinkommen errechnen.
Als Ergebnis aus diesem Theorem lässt sich festhalten, dass der Staat das gesamtwirtschaftliche Einkommen/Inlandprodukt erhöhen kann, indem er mehr Steuern erhebt und diese Einnahmen sofort wieder voll ausgibt (sog. Budgetverlängerung).
Aus dem Theorem lässt sich schlussfolgern, dass eine unendliche Ausdehnung der steuerfinanzierten Staatsausgaben das Bruttoinlandsprodukt ins Unendliche steigern könnte. Grundsätzlich gilt aber bei ökonomischen Gesetzen, dass lineare Zusammenhänge nicht in beliebiger Größenordnung angenommen werden können, vielmehr wären bei stärkeren Impulsen Nichtlinearitäten zu berücksichtigen. So können in einem ökonometrischen Modell nicht beliebig starke Impulse (in diesem Fall also Budgetverlängerung des Staatskontos) eingegeben werden, sollen die Ergebnisse nicht wirklichkeitsfremd werden.
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"Haavelmo-Theorem".
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