Das hessische Studienbeitrags-Gesetz (kurz: HStuBeiG) ist ein hessischer Gesetzesentwurf und definiert die Einführung von allgemeinen Studienbeiträgen in Hessen. Er befindet sich derzeit im Gesetzgebungsprozess.
"Durch dieses Gesetz wird das Grundrecht aus Art.59 Abs.1 der Hessischen Verfassung ausgestaltet"
Grundsätzlich soll jeder Studierende ab Wintersemester (WS) 2007/2008 500 Euro pro Semester (zzgl. der bisher üblichen Einschreibe-/ Rückmeldegebühren) bezahlen. Den Hochschulen wird weiterhin freigestellt, per Satzung Beiträge bis zu 1.500 Euro zu erheben. Diese Sätze gelten für ein Erststudium in Regelstudienzeit, eine Verlängerung um vier Semester ist möglich, jedoch zu Lasten eines ggf. angestrebten konsekutiven Masterstudienganges. Dieser kann - sofern die Verlängerungssemester noch nicht in Anspruch genommen wurden - auch zum erwähnten Beitrag wahrgenommen werden.
Dauert das Studium länger, werden zusätzlich Langzeitstudiengebühren fällig, deren Höhe sich nach dem von der Hochschule erhobenen Regelbeitrag richtet, also ebenfalls bis zu 1.500 Euro pro Semester. Dieser Beitrag erhöht sich pro Semester um weitere 200 Euro, ab dem dritten Folgesemester ist keine Erhöhung mehr vorgesehen.
Ab WS 2010/2011 gilt für alle Masterstudiengänge der erhöhte Betrag von 1.500 Euro.
Die Beiträge werden mit Erhalt des Bescheids sofort fällig, in der Regel also sofort nach der Rückmeldung.
(Beitrag folgt in Kürze)
Die Langzeitstudiengebühren gehen direkt in den Landeshaushalt ein (entgegen der Zusagen bei deren Einführung), lediglich eine Verwaltungskostenpauschale verbleibt an der Hochschule. Die Grundbeiträge sollen (zunächst bis 2010) an den Hochschulen verbleiben, doch dürften auch hier etwa 10 % Verwaltungskosten anfallen. Darüber hinaus fließen vorerst weitere 10 % in einen so genannten „Studienfonds“, der Zinserhöhungen über die vereinbarte Schwelle von 7,5 % jährlich abfangen sowie Kreditausfälle ausgleichen soll. Die Höhe des Fondsanteils kann jedoch auf Ministerialebene jederzeit den „Erfordernissen“ angepasst werden. Das Studienguthabengesetz tritt zum WS 2007 ausser Kraft.
Die Hochschulen können fünf von hundert Studierenden die Gebühren erlassen, wenn diese überdurchschnittliche Leistungen erbringen oder eine der wenigen anderen Ausnahmen erfüllen.
Die Finanzierung der Beiträge erfolgt entweder direkt, oder - falls dies nicht möglich ist - auf Antrag über einen Kredit, welcher im Erststudium per Anspruch abgerufen werden kann. Im Zweitstudium oder bei Fälligkeit von Langzeitbeiträgen verfällt dieser Anspruch. Übersteigt das Studiendarlehn einen Betrag von 17.000 Euro, kann der Studierende auf Antrag von der Rückzahlung des darüberhinausgehende Betrages befreit werden. Die Rückzahlung dieses Kredites erfolgt spätestens ab dem 24. Monat nach Beendigung des Studiums in festen monatlichen Raten zwischen 50 und 150 Euro monatlich. Jeweils halbjährlich können Sonderzahlungen geleistet werden. Ist der Kreditnehmer nicht in der Lage, die Tilgung zu finanzieren, ist auf Antrag eine Stundung möglich.
Zur Abwicklung des Gesetzes können weitreichende persönliche Daten erfasst und weitergegeben werden.
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