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HP-UX
 

HP-UX (Hewlett Packard UniX) ist die Unix-Version der Firma Hewlett-Packard.

Ursprünglich wurde das Betriebssystem HP-UX für Rechner der HP 9000/500-Serie entwickelt, die mit den proprietären HP FOCUS CPUs arbeiteten. Im weiteren Verlauf fand eine Portierung auf 680x0-basierte Workstations der 9000/300 und 9000/400 Serie, sowie PA-RISC-Maschinen (HP 9000/700 – und HP 9000/800-Serie) statt. In der aktuellen Version (11.23) werden ausschließlich Server mit PA-RISC- und Itanium 2-Prozessoren unterstützt. Nach dem Aufkauf von Compaq wurde geplant, Cluster-Technologien (v. a. das Cluster-Dateisystem AdvFS und die Cluster-Software TruCluster) aus dem Betriebssystem Tru64 in HP-UX einfließen zu lassen, jedoch wurde dieses Projekt Ende 2004 eingestellt.

Besonderheiten


Mit HP-UX wurden das erste Mal unter UNIX die Zugriffskontrollliste zur erweiterten Berechtigungssteuerung beim Zugriff auf Dateien eingeführt. HP-UX war auch das erste Unix-Derivat, das einen Logical Volume Manager im Betriebssystem integrierte. Wie der LVM stammt auch das standardmäßig verwendete Dateisystem VxFS aus der Zusammenarbeit mit Veritas.

Die Installation von Software und die Verwaltung von Programmpaketen erfolgt über den Software-Distributor (SD-UX), der den POSIX 1387.2-1995-Standard implementiert. SD-UX ist in der Lage, zentrale Software-Depots zu verwalten und über Netzwerke Installationen vorzunehmen.

Das Betriebssystem ist skalierbar, von Workstations mit einer CPU bis hin zu Superdomes(HPs größte Rechnerklasse) mit 128CPUs und 2TB Hauptspeicher. Mit OLA/R (On-line Addition/Replacement) ist es möglich einem laufenden System PCI-Karten hinzuzufügen oder auszutauschen.

Auf Itanium-Rechnern können Programme, die für die PA-RISC-Architektur compiliert sind, ohne Änderungen weiterverwendet werden. Eine Emulationsschicht (ARIES – Automatic Recompilation and Integrated Environment Simulation) übernimmt hierbei die nötige Umsetzung.

Versionsgeschichte


Jahr Version nennenswerte Änderungen
1988 2.0
1989 7.00 Motif wird Teil der Standardinstallation
1991 8.00 ?
1992 9.00 Unterstützung für den PA-RISC 7100, Hardware-Änderungen an laufenden System möglich (mit dem neuen ioscan-kommando)
1995 10.00 Das Filesystem-Layout entspricht den System V-Konventionen, Einführung des LVM und SD-UX, 680x0-basierte Systeme werden nicht mehr unterstützt
1996 10.20 Unterstützung für PA-RISC 2.0
1997 11.00 Durchgängie 64Bit-Fähigkeit, Unterstützung von Fibre Channel, NFSv3 und nachladbaren Kernel-Modulen
2000 11.11 (11i v1) Kernel-Parameter können ohne Neustart geändert werden. Letzte Version die auf PA-RISC-Workstations läuft. OLA/R
2001 11.20 (11i v1.5) Erste Version für Itanium-Prozessoren.
2002 11.22 (11i v1.6) Unterstützung von Itanium 2-Prozessoren, IPv6- und IPSec-Stacks werden mitgeliefert.
2003 11.23 (11i v2) Gemeinsame Version für Itanium 2 und PA-RISC-Prozessoren

Weblinks


Betriebssystem | Unix

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