Das Handelsgesetzbuch (HGB) enthält den Kern des Handelsrechts in Deutschland und Österreich. Es regelt die Rechtsverhältnisse der Kaufleute und wird daher auch als das „Sonderprivatrecht der Kaufleute“ bezeichnet.
| Basisdaten | bgcolor="#F7F8FF" | Kurztitel: | Handelsgesetzbuch | bgcolor="#F7F8FF" | Voller Titel: | Handelsgesetzbuch | bgcolor="#F7F8FF" | Typ: | Bundesgesetz | bgcolor="#F7F8FF" | Rechtsmaterie: | Handelsrecht | Gültigkeitsbereich: | Bundesrepublik Deutschland | bgcolor="#F7F8FF" | Abkürzung: | HGB | bgcolor="#F7F8FF" | FNA: | 4100-2 | bgcolor="#F7F8FF" | Verkündungstag: | 10. Mai 1897 (RGBl. 1897, S. 219) | bgcolor="#F7F8FF" | Inkrafttreten: | 1. Januar 1898/1900 (Art. 1 EGHGB a.F.) | bgcolor="#F7F8FF" | letzte Änderung: 1) | Art. 145 Gesetz vom 19. April 2006 (BGBl. I S. 866, 885) |
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| Inkrafttreten der letzten Änderung: 1) | 25. April 2006 (Art. 210 Gesetz vom 19. April 2006) |
| 1) Bitte beachten Sie den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung! | |
Daneben enthält das HGB die Regelungen für die OHG und die KG. Die stille Gesellschaft hat nur geringe praktische Bedeutung.
Für Kapitalgesellschaften enthält das HGB Regelungen zu Abschlüssen und Berichten. Weiterhin bestehen Ergänzungsvorschriften für Versicherungsunternehmen, Kreditinstitute und Genossenschaften.
Mit wenigen Strafvorschriften zählt das HGB auch zum Nebenstrafrecht.
Für Rechtsstreitigkeiten zwischen Kaufleuten ist regelmäßig die Kammer für Handelssachen am Landgericht in erster Instanz zuständig, wenn eine der Parteien es beantragt beziehungsweise die Klage an die Kammer für Handelssachen gerichtet ist.
Angelegenheiten des Handelsregisters sind solche der freiwilligen Gerichtsbarkeit. Hierfür sind die Amtsgerichte zuständig, die auch das Handelsregister führen. Neben den staatlichen Gerichten spielen in der Praxis auch Schiedsgerichte eine Rolle, national wie international.
Die Vorstandsvergütungen müssen gemäß § 285 S. 1 Nr. 9 HGB erstmals im Geschäftsjahr 2006 in den Abschlüssen ausgewiesen werden.
| Basisdaten | bgcolor="#F7F8FF" | Kurztitel: | Handelsgesetzbuch | bgcolor="#F7F8FF" | Voller Titel: | Handelsgesetzbuch vom 10. Mai 1897 mit den Ausgleichs- und Ergänzungsbestimmungen der Vierten Verordnung zur Einführung handelsrechtlicher Vorschriften im Lande Österreich vom 24. Dezember 1938 | bgcolor="#F7F8FF" | Typ: | Bundesgesetz | bgcolor="#F7F8FF" | Rechtsmaterie: | Handelsrecht | Gültigkeitsbereich: | Republik Österreich | bgcolor="#F7F8FF" | Abkürzung: | HGB | bgcolor="#F7F8FF" | Inkrafttreten: | 1. März 1939 | bgcolor="#F7F8FF" | letzte Änderung: 1) | BGBl. I Nr. 59/2005 |
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| 1) Bitte beachten Sie den Hinweis zur geltenden Gesetzesfassung! |
In Österreich wurde das HGB erst nach dem Anschluss (Österreich) 1938 eingeführt und durch die Vierte Verordnung zur Einführung handelsrechtlicher Vorschriften im Lande Österreich vom 24. Dezember 1938 am 1. März 1939 in Kraft gesetzt (ausgenommen die §§ 59 bis 83 über Handlungsgehilfen und -lehrlinge sowie die §§ 84 bis 92 über Handlungsagenten). Die 4. Einführungsverordnung enthielt auch zahlreiche Bestimmungen zur Harmonisierung mit den Normen des ABGB.
Nach 1945 wurde das HGB einschließlich dem 5. Buch über den Seehandel in Österreich in Geltung belassen. Seither entwickelten sich das deutsche und das österreichische HGB getrennt, auch wenn die Kernbestimmungen immer noch vergleichbar sind. Das zeigt bereits die Gliederung des Gesetzes (vgl. die oben wiedergegebenen Gliederung des deutschen HGB):
Handelsrecht | Rechtsquelle (Deutschland) | Rechtsquelle (Österreich)
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