GAF HFB 320 1604.jpg Bei dem Flugzeug HFB 320 Hansa Jet der Hamburger Flugzeugbau GmbH handelt es sich um ein 2-strahliges Reiseflugzeug in Mitteldeckerauslegung. Der Erstflug fand am 21. April 1964 statt. Im Rahmen der Flugerprobung stürzte am 12. Mai 1965 unweit von Torrejon in Spanien bei Überziehversuchen (sog. "Anti-Stall-Versuche"; siehe auch Strömungsabriss) einer der Prototypen ab.
Die Maschine verfügt über ein T-Leitwerk und hinten seitlich an der Kabine angebrachte Triebwerke. Das besondere dieses Typs sind die Tragflächen mit einer negativen Pfeilung von 15°. Diese Entwicklung beruhte auf Erkenntnissen, die man bereits bei Junkers mit der Ju 287 erlangt hatte. Der Hintergrund war, dass bei diesem Geschäftsreiseflugzeug die Kabine ohne durch sie durchlaufende störende Holme ausgebildet werden konnte. Serienmäßig befanden sich an den Tragflächenenden Zusatztanks.
1969 wurde die Hamburger Flugzeugbau GmbH von Messerschmitt-Bölkow-Blohm (MBB) übernommen. MBB versuchte die HFB 320 zu vermarkten, es wurden jedoch nur 45 Maschinen dieses Typs verkauft, davon 14 an die Bundeswehr. Seit Ende 2004 versucht der Verein "ein Hansajet für Hamburg", www.hansajet.de, eine Maschine diesen Typs zu kaufen und am fliegen zu erhalten.
Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen