halojump17.jpg HALO und HAHO sind militärische Bezeichnungen für eine Methode, um Personal, Ausrüstung und Versorgungsgüter von einem Transportflugzeug über den freien Fall an ein Ziel zu transportieren. Es handelt sich dabei um eine beinahe rein militärisch genutzte Form des Fallschirmspringens.
HALO ist Abkürzung für High Altitude - Low Opening (große Höhe - tiefe Öffnung) und wird international auch als Military Freefall (MFF) bezeichnet. In vergangenen Jahren wurde die Technik des HALOs auch vermehrt von zivilen Fallschirmspringern benutzt.
Die Ursprünge des HALOs datieren zurück bis 1960, als die United States Air Force Experimente mit Notausstiegen von Piloten in großer Höhe ausführte. Als Teil des Experiments am 16. August 1960 führte Colonel Joe Kittinger den ersten Höhensprung aus einer Höhe von 19 Meilen (30,6 km) über Grund aus. Die erste militärische Nutzung geschah aber erst in der Involvierung der U.S. Regierung im Konflikt mit Laos, als Mitglieder des MACV-SOG den ersten HALO-Sprung unter Gefechtsbedingungen ausführten. Das spezialisierte SEAL-Team 6 der United States Navy entwickelte die HALO-Technik weiter, um Boote oder andere große Ausrüstungsgegenstände abzuwerfen. Diese Methode ist beliebt in Gebieten, wo ein Transportflugzeug nur in großer Höhe fliegen kann, weil es sonst in Gefahr läuft, beschossen zu werden.
Für militärische Nachschublieferungen wird die verschnürte Fracht über die Heckladeluke ins Freie geschoben. Dabei stabilisiert ein kleiner Fallschirm die Fracht im freien Fall. Der (oder die) Hauptschirm(e) werden dann mittels automatischer Zündung gezogen, um eine Landung zu gewährleisten, welche die Fracht nicht beschädigt.
HAHO ist Abkürzung für High Altitude - High Opening (große Höhe - hohe Öffnung).
Die HAHO-Technik wird benutzt, um Personal in großer Höhe abzusetzen und eine Gefährdung der Transportmaschine zu verhindern. In einer typischen HAHO-Übung wird der Springer aus rund 8.000m (26.000 Fuß) aus dem Flugzeug aussteigen und zieht nach zehn bis 15 Sekunden stabilisiertem freien Fall den Hauptschirm. Die Springer benutzen Kompass oder GPS sowie meist ein System von Wegpunkten, um sich in den großen Höhen zu orientieren. Auf diese Weise können Springer rund 30 Meilen weit lautlos segeln. Die Schwierigkeit besteht dabei in der Navigation, welche durch sich ändernde Windverhältnisse erschwert wird.
Oft werden so ganze Teams abgesetzt, die sich dann in der Luft formieren und dem Leader (immer der am tiefsten segelnde Springer) zum Zielpunkt folgen.
Die Hauptunterschiede des HALO und des HAHO ist die Öffnungshöhe des Schirms. Während beim HALO die Öffnung möglichst spät erfolgt, erfolgt sie beim HAHO meist gleich nach Verlassen des Flugzeugs. Die HALO-Technik wird benutzt, um Personal, Ausrüstung und Versorgungsgüter an ein Ziel zu transportieren, während die HAHO Technik primär zum Absetzen von Springern dient. In einer typischen HALO/HAHO-Aktion werden die Springer oder das Material aus einer Höhe von rund 8.000m abgeworfen.
Die deutsche Bundeswehr erhält ab 2006 das System ParaFinder.* Dabei handelt es sich um ein System von EADS für HALO/HAHO Einsätze. Neu hierbei ist u. a. ein Helmdisplay, das dem Soldaten mittels GPS-Navigation den Weg in die Landezone weist.
Diese Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.
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"HALO (Fallschirmspringen)".
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