article

Ein H-Motor ist ein Verbrennungsmotor mit einer Zylinderanordnung, bei der die Zylinder bzw. auch Zylinderreihen bei Betrachtung in Richtung der Kurbelwelle aussehen wie ein liegendes, großes H. Ein H-Motor kann dementsprechend als zwei aufeinanderliegende Boxermotoren gesehen werden. Die „beiden Motoren“ haben jeweils eine eigene Kurbelwelle, welche an dem Motorende, an dem die Kraft entnommen wird, mit Zahnrädern verbunden sind.

Vor- und Nachteile


Die o.g. Zylinderanordnung ergibt zwar ein schlechteres Leistungsgewicht als Varianten mit nur einer Kurbelwelle, hat aber im Flugzeugbau den Vorteil, dass man sehr kompakte, insbesondere sehr kurze, aber (insbesondere im Vergleich zu Sternmotoren) trotzdem flache Motoren mit 12 Zylindern bauen kann, was eine bessere Aerodynamik erlaubt.

Einsatz


Wegen der wenigen Vorteile gegenüber vielen Nachteilen wurden H-Motoren nur sehr selten verwendet.

H-Motoren in Automobilen

  • BRM H-16 Formel-1-Motor. Der Motor war ein Flop, weil er zu schwer und zu unzuverlässig war, sowie zu wenig Drehmoment und einen zu hohen Schwerpunkt hatte. Jackie Stewart soll über den Motor gesagt haben „Dieses Stück Metall sollte man besser als Schiffsanker statt als Triebwerk benutzen“.

H-Motoren in Flugzeugen

  • Napier Rapier, Dagger und Sabre Flugzeugmotoren. Im Gegensatz zum BRM-Motor entwickelte sich der Sabre zu einem hervorragenden Motordesign.

Fehlbezeichnete „H-Motoren“


Subaru hat irritierenderweise wassergekühlte 4- und 6-Zylinder-Boxermotoren als H-4 und H-6 vermarktet, obwohl deren Zylinderanordnung nichts mit einem echten H-Motor zu tun hat.

Wahrscheinlich war für die Bezeichnung des 4-Zylinder-Boxermotors als "H"-Motor die Ansicht des Motors von oben ausschlaggebend, die einzelnen Zylinder/Kolben bilden die Enden des "H", Kurbelwelle bzw. Gehäuse den mittleren Strich des "H". Nicht ganz konsequent, bzw. folgerichtig ist dann jedoch die Bezeichnung eines 6-Zylinder-Boxers als "H"-Motor.

Weblinks


Siehe auch


Verbrennungsmotor

H engine | Moteur avec cylindres en H | Motore ad H

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "H-Motor".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld