article

Der Hürdenlauf ist ein Wettbewerb der Leichtathletik.

Überblick


Meisterschaftswettbewerbe sind der kurze (100- bzw. 110-m-) und der lange Hürdensprint. Dabei müssen unabhängig von der Laufdistanz jeweils 10 Hürden überlaufen werden.

Bis 1968 trugen die Frauen einen 80-Meter-Hürdenlauf aus (ausführlich siehe unter 100-Meter-Hürdenlauf. Bei Hallenwettbewerben wird ein 60-m-Hürdenlauf ausgetragen.

In den Wettbewerben der Jugendklassen sind die Strecken zum Teil kürzer und die Hürden niedriger. Für Schülerinnen und Schüler (d.h. bis zum Alter von 15 Jahren) gibt es den 60-m- und den 80-m-Hürdenlauf. Der Start erfolgt wie bei allen Sprint-Wettbewerben aus dem Startblock. Die Hürden dürfen umfallen, jedoch nicht absichtlich umgestoßen werden. Läuft ein Läufer an der Hürde vorbei oder überläuft er eine Hürde in der Laufbahn eines anderen Läufers, so führt dies zur Disqualifikation.

Bei den 110 m Hürden der Männer steht die erste Hürde im Abstand von 13,72 m zur Startlinie, die folgenden 9 Zwischenräume betragen 9,14 m und der Schlussabschnitt 14,02 m. Die Frauen haben etwas kürzere Abstände: Zur ersten Hürde sind es 13,00 m, die Zwischenräume sind 8,50 m lang und der Schlusssprint beträgt 10,50 m.

Was die Lauftechnik angeht, so kommt es darauf an, dass nicht übersprungen, sondern überlaufen wird. Dies gelingt, wenn das vordere Führungsbein (Schwungbein) möglichst nach vorn gestreckt über die Hürde geführt wird und das Nachziehbein möglichst um 90° seitlich abgewinkelt nachgezogen wird. Hinter der Hürde muss das Führungsbein möglichst rasch nach unten geschlagen werden, damit der Läufer schnell wieder Fuß fasst und der Laufrhythmus nicht verloren geht. Zwischen den Hürden muss ein möglichst gleichmäßiger Rhythmus eingehalten werden, im 110- bzw. 100-m-Hürdenlauf mit jeweils drei Schritten zwischen den Hürden, bei den 400 m der Männer wird ein 13er- bis 15er-Rhythmus gelaufen, bei den Frauen 15er- bis 17er-Rhythmus (17 Schritte zwischen den Hürden). Ein ungerader Rhythmus zwischen den Hürden sorgt dafür, dass man immer mit dem gleichen Schwungbein über die Hürde geht und nicht das Bein Wechseln muss. Es gibt wenige Läufer, die mit beiden Beinen technisch gleich gut als Schwungbein über die Hürde laufen können. Bei einer sauberen Hürdentechnik ändert sich die Lage des Körperschwerpunktes kaum. Erreicht wird dies durch das Abklappen des Oberkörpers über der Hürde bei gleichzeitigem Anreißens des Schwungbeins.

200-Meter-Hürdenlauf


1900 und 1904 gab es außerdem bei den Olympischen Spielen einen 200-Meter-Hürdenlauf.

Medaillengewinner der Olympischen Spiele
JahrGoldSilberBronze
1900 Alvin Kraenzlein (USA) Norman Pritchard (IND) John Tewksbury (USA)
1904 Harry Hillman (USA) Frank Castleman (USA) George Poage (USA)

Wettkämpfe auf der Strecke wurden danach selten ausgetragen, im englischsprachigen Raum auch als 220-Yards-Hürdenlauf (201,17 m). Die Internationale Leichtathletik-Assoziation IAAF erkannte bis 1960 Weltrekorde für diese Strecke an. Die letzten registrierten Weltrekorde:

Siehe auch


Weblinks


Leichtathletik

Hurdling | Carreras de vallas | Aitajuoksu | Hurdler | 障害走 | Hordeloop | Biegi płotkarskie | Häcklöpning

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Hürdenlauf".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld