| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen von Hückelhoven.png | Lage der Stadt Hückelhoven in Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Nordrhein-Westfalen |
| Regierungsbezirk: | Köln |
| Kreis: | Heinsberg |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 52 m ü. NN |
| Fläche: | 61,27 km² |
| Einwohner: | 39.607 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 646 Einwohner je km² |
| Postleitzahl: | 41836 |
| Vorwahl: | 02433 |
| Kfz-Kennzeichen: | HS |
| Gemeindeschlüssel: | 05 3 70 020 |
| Stadtgliederung: | 7 Ortsteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Parkhofstraße 76 41836 Hückelhoven |
| Website: | www.hueckelhoven.de |
| E-Mail-Adresse: | info@hueckelhoven.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Bernd Jansen (CDU) |
Der Ort ist durch den Steinkohlenbergbau geprägt, ihm verdankt Hückelhoven auch sein Entwicklung von einem Dorf zu einer Stadt. Nach fast einem Jahrhundert ist die Zeche Sophia-Jacoba inzwischen geschlossen, die Stadt tritt nun in eine neue Entwicklungsphase.
Im Jahre 1221 wird ein Sibertus de Hukelhoven in einer Urkunde des Klosters Dalheim erwähnt.
1247 taucht ein Ritter Reinard von Hückelhoven, Reynardo milite de Hukilhoven in einer Urkunde auf.
1350 erscheint das Haus Hückelhoven (Heukelhoven) in einem Lehnsverzeichnis der Herrschaft Wassenberg.
1470 wird ein Ludwig Mulstroe mit dem Hof Hückelhoven belehnt.
Ende des 16. Jahrhunderts wird dieser Hof baulich umgestaltet, es entsteht ein zweigeschossiger Ziegelbau, "die Burg".
Der Ort gehörte im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zum Gericht Doveren im Amt Wassenberg des Herzogtums Jülich.
1798 wurde Hückelhoven von der französischen Verwaltung zur Mairie (Bürgermeisterei) erhoben, 1799 wurden die benachbarten Orte Hückelhoven und Doveren zur Mairie Doveren zusammengelegt.
1816 wurde diese Einteilung beibehalten, Hückelhoven gehörte nun zur preußischen Bürgermeisterei Doveren.
1935 wurde die neue Gemeinde Hückelhoven aus den Orten Hückelhoven, Hilfarth, Ratheim, Millich, Schaufenberg und einem Teil von Kleingladbach gebildet. 1950 erhielt sie den Namen Hückelhoven-Ratheim. Erst 1969 wurde die damalige Gemeinde Hückelhoven-Ratheim zur Stadt erhoben. 1972 wurden die Gemeinden Baal, Brachelen, Doveren, Rurich und die Ortschaft Altmyhl eingemeindet.
Ende Oktober 1944 errichtete die Gestapo in Hückelhoven ein "Arbeitserziehungslager", ein "Notgefängnis". Mehrere Personen, darunter Zwangsarbeiter, wurden erschossen.
Die Stadt ist eine ehemalige Zechenstadt, in der die damals modernste Steinkohlenzeche Europas Sophia-Jacoba etwa 80 Jahre lang das Stadtbild und den Lebensstil prägte. Die Zeche wurde am 27. März 1997 geschlossen und Hückelhoven erlebt seitdem einen raschen und teilweise dramatischen Wandel. Besonders durch die Zechenschließung bedingt liegt der prozentuale Arbeitslosenanteil deutlich über dem Bundesdurchschnitt, ist aber wegen zahlreicher Hilfsmaßnahmen immer noch als erfreulich niedrig zu betrachten.
Im Herbst 2004 wurde in Hückelhoven das "Hückelhoven-Center" eröffnet, das seitdem Massen in die Stadt an der Rur zieht. Bis Ende 2007 soll nun die Verbindung zwischen dem Hückelhoven-Center, entstanden auf dem ehemaligen Zechengelände, und der Innenstadt in Form der Parkhofstraße, attraktiviert werden. Auf dem Wildauer Platz sollen hierzu neue Geschäfte, Büroräume und Arztpraxen entstehen.
Im 16. Jahrhundert bildete sich eine kleine Gemeinde, die der Wiedertäuferbewegung nahestand. Hieraus entstand später eine reformierte Kirchengemeinde, die 1688 in Hückelhoven eine Kirche baute. Der heutige Kirchenbau stammt aus den Jahren 1890/91. Die evangelische Kirchengemeinde Hückelhoven unterhält des weiteren Kirchen in Hilfarth und Schaufenberg. Eine zweite evangelische Gemeinde befindet sich in Baal.
Bedingt durch den Zuzug der Zechenarbeiter bildeten sich im 20. Jahrhundert neue religiöse Gemeinschaften im Stadtgebiet. So existieren heute Gemeinden der Baptisten, der Freien Apostolischen Pfingtsgemeinde, der Neuapostolischen Kirche und die Zeugen Jehovas. In den 90er Jahren gründeten türkische Gastarbeiter eine muslimische Gemeinde, die sowohl in Hückelhoven als auch in Schaufenberg eine Moschee unterhält.
Das Bevölkerungswachstum wurde durch die Zeche verursacht, bis um 1960 zogen Bergmänner aus anderen Teilen Deutschlands hierher, so aus dem Ruhrgebiet und Fulda. Nach 1960 warb die Zeche im Ausland, vor allem in der Türkei um Arbeitskräfte und die ersten Gastarbeiter kamen nach Hückelhoven. 46 Nationen waren auf der Zeche beschäftigt.
Heutzutage ist Hückelhoven als Wohnort aufgrund der guten Verkehrsanbindung an die Ballungsgebiete von Rhein und Ruhr attraktiv, aber auch im Zusammenhang mit relativ günstigen Grundstückspreisen. Die Stadt Hückelhoven und der Kreis Heinsberg zählen übrigens zu den wenigen Städten bzw. Kreisen in Nordrhein-Westfalen, die immer noch eine anwachsende Einwohnerzahl haben.
(Stand: Kommunalwahl am 26. September 2004)
Hückelhoven ist mit den Bahnhöfen Baal und Brachelen an die Eisenbahnlinie Aachen - Erkelenz - Mönchengladbach - Düsseldorf angebunden.
1911 wurde die Bahnstrecke Jülich - Dalheim eröffnet. Im heutigen Stadtgebiet hatten Rurich, Baal, Hückelhoven, Millich und Ratheim einen Bahnhof. 1980 wurde der Personenverkehr eingestellt, später auch für den Bereich Baal - Rurich - Linnich der Güterverkehr. Nach der Entfernung der Gleise führt heute ein Rad- und Wanderweg auf dem ehemaligen Bahnkörper. Es gibt Überlegungen bei der Rurtalbahn, die wiedereröffnete Strecke Düren - Jülich - Linnich bis Baal zu verlängern, was einer Wiedereröffnung der alten Bahnstrecke gleichkommen würde.
Die Zeche hatte einen eigenen Anschluss an das Bahnnetz. Heute wird diese Strecke von der Brikettfabrik genutzt.
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