Die Höllentalbahn im Schwarzwald ist eine Eisenbahnstrecke von Freiburg im Breisgau durch das Höllental nach Donaueschingen. Die Strecke steigt dabei von 278 m über NN in Freiburg auf 885 m über NN in Hinterzarten bei einer Streckenlänge von 25,4 km. Da sich die Steigungen vor allem auf die erste Hälfte der Strecke konzentrieren, ist die Höllentalbahn mit 5,5 % Steigung eine der steilsten Eisenbahnstrecken Deutschlands. Die zweite Hälfte der Strecke in Richtung Donaueschingen ist vor allem durch große Brückenbauwerke über die Wutach und ihre Nebenflüsse gekennzeichnet. Hoellental Dreiseen Bahn.jpg (rot) und der Höllentalbahn (blau)]]
Nachdem am 24. Mai 1882 die Konzession für den Bau einer Eisenbahnstrecke durch das Höllental vorlag, begannen die Bauarbeiten, sodass der Streckenabschnitt Freiburg - Neustadt (Schwarzwald) am 23. Mai 1887 von den Großherzoglich Badischen Staatseisenbahnen eröffnet wurde. Er ist darüber hinaus auch das letzte Werk des Eisenbahningenieurs Robert Gerwig. Aufgrund seiner Steigung wurde der Abschnitt zwischen Hirschsprung und Hinterzarten zunächst per Zahnrad bewältigt. Hoellentalbahn_ravennaschlucht_um_1900.jpeg Der Weiterbau bis nach Donaueschingen verzögerte sich aufgrund knapper Kassen. So erfolgte die Durchbindung der Strecke bis nach Donaueschingen erst am 20. August 1901. Um möglichst viele Orte an die Bahnstrecke anzubinden, nahm man auf diesem Abschnitt einen deutlich längeren Streckenverlauf in Kauf als notwendig gewesen wäre.
Von Hüfingen bis Donaueschingen wurde hierbei die Trasse der rund zehn Jahre zuvor eröffneten und von der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft betriebenen Bregtalbahn Donaueschingen - Furtwangen mitbenutzt, woraufhin dieses Teilstück an die Badische Staatseisenbahn verkauft wurde.
Leistungsfähige Bremsen und insgesamt zehn Dampflokomotiven der Baureihe 85 machten es möglich, ab 1933 auf die Zahnstange zu verzichten. Die Lokomotiven dieser Baureihe waren die schwersten deutschen Tenderlokomotiven.
Gleichzeitig wurde die Strecke bis Neustadt im Schwarzwald für den Betrieb mit Elektrolokomotiven eingerichtet. Zur Anwendung kam dabei ein System mit der Spannung von 20.000 V und einer Frequenz von 50 Hz, mit der die damalige Deutsche Reichsbahn die Eignung des aus dem allgemeinen Netz bezogenen elektrischen Stromes für den Bahnbetrieb untersuchen wollte. Dazu wurden vier verschiedene Varianten der Elektrolok-Baureihe E 44 bereitgestellt, die als Baureihe "E 244" bezeichnet waren. Die angrenzende Dreiseenbahn, die in Titisee von der Höllentalbahn abzweigt und 1926 eröffnet worden war, war ebenfalls mit diesem System elektrifiziert.
Die Deutsche Bundesbahn begann nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise, ihr Streckennetz zu elektrifizieren. Dabei zeigten sich durchaus die Vorzüge der so genannten Industriefrequenz von 50 Hertz für den Bahnbetrieb. So kam auch die Badische Hauptbahn ab den fünfziger Jahren unter Strom, sodass im Jahr 1956 schließlich in Freiburg der Fahrdraht mit der Frequenz von fünfzig Hertz hing.
Da dort das Nebeneinander von zwei Stromsystemen allerdings zunehmend zum Problem wurde, wurden daraufhin dann die elektrischen Anlagen der Höllentalbahn auf 15.000 V und 16 2/3 Hz umgebaut, die in Deutschland bei der Eisenbahn üblich waren, um einen unnötigen Systemwechsel zu vermeiden. In Deutschland war das 16 2/3 Hz-Netz namlich schon so weit ausgebaut, dass eine generelle Umstellung unwirtschaftlich gewesen wäre.
Am 20. Mai 1960 erfolgte schließlich die Umstellung auf das bahnübliche Stromsystem. Gleichzeitig wurden auch die Versuche mit den Sonderbauformen abgeschlossen.
Nutznießer dieser Versuche war die französische Staatsbahn SNCF, die daraufhin ihr gesamtes nördliches Eisenbahnnetz mit diesem System elektrifizierte. Höllental Viadukt.jpg
Mehrere Bahnhöfe zwischen Freiburg und Titisee, die einst dreigleisig waren, sind mittlerweile zweigleisig zurückgebaut worden.
Im Zuge der Aufnahme des Ringzug wurde das Reststück der Bregtalbahn Donaueschingen-Bräunlingen reaktiviert. Hierfür wurde der Bahnhof Hüfingen zugunsten des neuen Haltepunkts "Hüfingen Mitte" aufgegeben. Ebenso wurde der Haltepunkt "Donaueschingen Allmendshofen" eingerichtet, an dem allerdings nur der Ringzug hält.
Der Streckenabschnitt Neustadt - Donaueschingen wird im Stundentakt befahren. Diese Züge machen in der Regel in Donaueschingen Kopf und fahren dann entweder über die Donautalbahn weiter nach Ulm oder über die Schwarzwaldbahn bis Villingen und dann weiter über die Bahnstrecke Villingen-Rottweil zum ICE-Knoten Rottweil, an dem Fernverkehrsanschluss über die Gäubahn nach Stuttgart besteht. Die Weiterfahrt nach Ulm bzw. Rottweil erfolgt abwechselnd im 2-Stunden-Takt.
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"Höllentalbahn (Schwarzwald)".
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