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Höhenstufen beschreiben in Ökologie und Geobotanik die Ausprägung der Flora und Fauna eines Gebietes in Abhängigkeit von der Höhe über dem Meer. Dabei ändern sich die vorkommenden Biozönosen aufsteigend maßgeblich durch die abnehmende Dauer der Vegetationsperiode, aber auch durch zunehmende Temperaturschwankungen, Beleuchtungsschwankungen, UV-Strahlung, etc. Die Vegetation hat sich als Indikator durchgesetzt, da sie leichter zu kartieren ist.

Bei stärker abweichenden Extremen (sowohl im Jahres- wie im Tagesgang der Temperaturen, der Wasserversorgung und der Strahlung) spricht man auch von Kontinentalität. Unabhängig von der Klimazone nimmt, von Ausnahmen einiger Gipfellagen mitteleuropäischer Mittelgebirge wie dem Schwarzwald abgesehen, die Kontintalität mit steigender Höhe zu. Als Indikatorart der Kontinentalität dient bei Waldgesellschaften die Rotbuche als ausgesprochene ozeanische Art.

Da die Vegetationsperiode durch Tageslänge und Temperatur bestimmt wird, sind die Höhenstufungen auch abhängig vom Breitengrad und Großklima. In den Tropen sind die äquivalenten Höhenstufen wesentlich höher als in Mitteleuropa.

Das Mosaik zonaler, azonaler und extrazonaler Vegetationseinheiten geht mit steigender Höhe in andere Pflanzengesellschaften über. Bei einer solchen Überlagerung spricht man auch von Ausprägung.

Beispiel: Ein Fließgewässer innerhalb eines Großraumes prägt die zonale Vegetation durch Überschwemmungen und bildet die azonale Vegetation des Auwaldes. Die Artenzusammensetzung dieser azonalen Vegetation ändert sich nun entlang des Flusses mit aufsteigender Höhe. Gleichfalls ändert sich die Zonale Vegetation mit aufsteigender Höhe.

In höheren Lagen geht die Zonale Vegetation auch in extrazonale Vegetationseinheiten über.

Die Höhenstufen der potenziell natürlichen Vegetation in Mitteleuropa


  1. planar, Flachlandstufe: Tieflagen mit hohen Durchschnittstemperaturen, z.B. norddeutsche Tiefebene, sehr Rotbuchen reich: Buchenwälder, verbreitet in Reinbeständen als (potenziell natürliche) zonale Vegetation, auf trockenen oder nassen Böden Eichenwälder, auch mit Waldkiefer.
  2. collin: 150 m bis 200 m, Buchenwälder, Eichenwälder, sehr divers.
  3. submontan: ab 200, 300 m im nördlichen Mitteleuropa, im südlichen ab 600 m, Buchenwälder mit zunehmender Weißtanne,
  4. montan: ab 500 oder 900 m, bereits geringere Durchschnittstemperatur, aber noch mild durch Kaltluftabfluss, in Mulden und Tälern dagegen kontinentaler mit deutlicher Frostgefahr (Kaltluftseen), Rotbuche deutlich zurückgedrängt, zunehmend Nadelgehölze wie Fichte, in azonalen Vegetationseinheiten auch schon ein deutlich sichtbarer Wandel.
  5. subalpin: Rotbuche nur noch sehr vereinzelt an günstigsten Standorten (z.B. Westalpen), ansonsten ungünstig und ähnlich den borealen Wäldern mit Fichte, Zirbelkiefer, Krüppelwuchsformen (Nana-Sorten (Zwergsorten)), Waldgrenze.
  6. alpin: Waldfrei, Matten, alpine Rasen, Staudenfluren.
  7. nival: Schneebedeckt, nur noch Flechten und Moose

Siehe auch


Literatur


  • Heinz Ellenberg: Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht. Ulmer, Stuttgart, 1996.

Klimazonen und Vegetation

 

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