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In der Medizin versteht man unter Händedesinfektion ein Verfahren zur Verringerung der Keimzahl auf der Haut der Hände mit Hilfe von Desinfektionsmitteln. Ziel ist die Vermeidung der Übertragung von Krankheitserregern (insbesondere Bakterien und Viren) von einem Patienten zu nächsten und der eigene Schutz von im Gesundheitswesen beschäftigten Personen.

Transiente Hautflora


Die Desinfektion dient der Reduzierung der transienten Hautflora. Darunter versteht man die "vorübergehende" hautfremde Besiedelung mit u.a. pathogenen Keimen. Diese lässt sich durch Waschen weitestgehend entfernen und durch Desinfektionsmittel abtöten.

Residente Hautflora


Die residente hauteigene Flora dient dem Schutz vor krankmachenden Keimen. Sie sollte idealerweise durch Desinfektionsmittel nicht zerstört werden.

Hygienische und chirurgische Händedesinfektion


  • Die hygienische Händedesinfektion wird durchgeführt, indem die Hände zunächst mit einem Desinfektionsmittel eingerieben und dann gewaschen werden. Bei großflächiger Verschmutzung werden die Hände vor der Desinfektion mit einem Tuch abgerieben.

Die Händedesinfektion unterteilt sich in sechs Schritte, die in erster Linie sicherstellen, dass die Fingerzwischenräume, die Fingerkuppen und die Nagelfalze mit dem Desinfektionsmittel benetzt werden. Dabei ist es nötig die Einwirkzeit des Desinfektionsmittels zu beachten. Eine Händedesinfektion dauert mindestens dreißig Sekunden, bei einer Verwendung von 3 ml Desinfektionsmittel. Ziel der Prozedur ist eine Verringerung der transienten Flora.

  • Bei der chirurgischen Händedesinfektion werden die Hände in Vorbereitung einer Operation zuerst mit einer desinfizierenden Seife gewaschen, mit einem keimarmen Einmalhandtuch abgetrocknet und dann das Desinfektionsmittel angewendet. Es soll die transiente Flora und auch die residente Flora reduziert werden.

Siehe auch


MRSA, Antibiotikaresistenz, Resistenz

Weblinks


AWMF online - Empfehlungen zur Hygiene in Klinik und Praxis

Hygiene

 

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