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Hügelgräberkultur oder auch Hügelgräberbronzezeit dient als alternativer Begriff der mitteleuropäischen Mittleren Bronzezeit, welche (ca.) von 1500 v. Chr. bis 1300 v. Chr. andauerte und die Stufen Bz C1 und Bz C2 beinhaltet.

Der Ausdruck Hügelgräberbronzezeit geht auf den Prähistoriker Paul Reinecke zurück und fasst die zahlreichen Regionalgruppen anhand des vorherrschenden Bestattungsritus zusammen. Die Toten wurden in einfachen Steinkammern mit darüber errichteten Grabhügeln bestattet. Die reichhaltigen Grabbeigaben enthalten Waffen (Beile, Dolche, Schwerter), Geräte und Schmuck (beispielsweise Arm - und Beinberge).

Die Hügelgräberbronzezeit ging im wesentlichen aus der frühbronzezeitlichen Aunjetitzer Kultur hervor und wurde von der spätbronzezeitlichen Urnenfelderkultur abgelöst.

Siehe auch: Bronzezeit

Regionalgruppen


Anhand der Grabbeigaben lassen sich regional Gruppen unterscheiden:

  • Südbayrische Gruppe
  • Alb-Gruppe
  • Hagenauer Gruppe
  • Rhein-Main-Gruppe
  • Oberpfälzer Gruppe
  • Fulda-Werra-Gruppe (Nordhessen)
  • West-/Süd Böhmische Gruppe
  • Mecklenburger Gruppe
  • Lüneburger Gruppe (Norddeutschland)
  • Vorlausitzer Gruppe (vorwiegend in Polen)

Das Verbreitungsgebiet der Hügelgräberkultur erstreckte sich von Ostfrankreich über Mittel- und Süddeutschland bis nach Ungarn.

Literatur


  • Ernst Probst: Deutschland in der Bronzezeit, München 1996

Weblinks


  • http://www.kulturenderbronzezeit.de.vu Kulturen der Bronzezeit
  • http://www.bronzezeit-pioniere.de.vu Pioniere der Bronzezeitforschung

Archäologische Kultur | Bronzezeit

Tumulus culture | Bronze moyen

 

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