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Wappen Karte
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Wappen
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Lüchow-Dannenberg
Geografische Lage:
Höhe: XX m ü. NN OT Metzingen
Fläche: 40,71 km²
Einwohner: 708 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 29473
Vorwahl: 05862
Kfz-Kennzeichen: DAN
Gemeindeschlüssel:
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
An der Bundesstraße 9
OT Metzingen
29473 Göhrde
Website der Samtgemeinde Hitzacker: www.hitzacker.de
Politik
Bürgermeister: Dieter Harlfinger (FDP)
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Göhrde ist eine Gemeinde im Landkreis Lüchow-Dannenberg in Niedersachsen (Deutschland). Sie hat ca. 700 Einwohner und gehört zur Samtgemeinde Hitzacker (Elbe).

Die Gemeinde ist Teil des Naturparks Elbufer-Drawehn.

Der an die Gemeinde angrenzende Staatsforst Göhrde ist das größte zusammenhängende Mischwaldgebiet Norddeutschlands.

Geschichte


Archäologische Funde lassen auf eine Besiedelung der Göhrde bereits in prähistorischer Zeit schließen. Zu den Bodendenkmälern in der Göhrde gehören vor allem zwei jungsteinzeitliche Großsteingräber bei Grünhagen (bezeichnet als Leitstade I und II), die auf 2500 Jahre v. Chr. datiert werden.

Die Göhrde war seit dem frühen 18. Jahrhundert ein beliebtes Jagdgebiet der Adligen. In den Jahren 1706-09 wurde im heutigen Ortsteil Göhrde nach Plänen von Louis Remy de la Fosse ein großes dreistöckiges Schlossgebäude mit etwa 100 Räumen sowie mehrere Nebengebäude errichtet.

Am 16. September 1813 besiegten die hannoverschen Truppen etwa 20 Kilometer westlich von Dannenberg (Elbe) französische Truppen Napoleons in der Schlacht an der Göhrde.

Nach 1819 wurden einzelne Gebäude des Jagdschlosses, 1827 auch das Schloss selbst abgebrochen. Erst nach der Errichtung des Königreiches Hannover 1837 renovierte man einige Gebäude, und die Göhrde wurde wieder zum fürstlichen Jagdrevier.

Bereits Mitte des 19. Jahrhunderts begann der Bau einer Eisenbahnlinie, der Wendlandbahn, durch die Göhrde (1874 Eröffnung der Linie Lüneburg-Dahlenburg-Wittenberge), die heute nur noch bis Dannenberg führt. Seit Mitte der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts ist diese Verbindung überregional durch die jährlichen Castor-Transporte in das Atommüll-Zwischenlager Gorleben bekannt geworden, die über diese Strecke zum Verladebahnhof Dannenberg führen. Die Proteste gegen diese Transporte und das massive Aufgebot der Polizei haben die Gemeinde seitdem geprägt. So bieten Anwohner jedes Jahr Hunderten von Atomkraftgegnern ihre Scheunen und Häuser zur Übernachtung an. Die bundesweite Anti-Atom Zeitschrift "anti atom aktuell" hat ihre Redaktion im Ortsteil Tollendorf.

Im Kalten Krieg war Sarenseck Standort einer Dauereinsatzstellung des Tieffliegermelde- u. Leitdienst der Luftwaffe (DEST TMLD), IV. FmRgt/33

Eine weiter südlich gelegene Eisenbahnlinie von Uelzen nach Dannenberg wurde 1981 für den Personenverkehr, in den neunziger Jahren ganz stillgelegt.

Gemeindegliederung und Eingemeindungen


Die Gemeinde Göhrde wurde im Rahmen der Gemeindegebietsreform von 1972 aus 11 bis dahin selbstständigen Gemeinden gebildet und besteht aus folgenden Ortsteilen:

  • Bredenbock
  • Dübbekold (aus dem Landkreis Lüneburg umgegliedert)
  • Göhrde mit Kollase und den Forsthäusern Mailage, Nadlitz, Schnadlitz und Zienitz
  • Govelin
  • Metzingen (Sitz der Gemeindeverwaltung)
  • Plumbohm
  • Sarenseck
  • Schmardau
  • Schmessau
  • Tollendorf
  • Wedderien

Bildungseinrichtungen


Im ehemaligen Jagdschloss Göhrde ist das Bildungszentrum Göhrde untergebracht. An der Straße zwischen den Ortsteilen Göhrde und Dübbekold befindet sich das Waldmuseum Göhrde des Landkreises Lüchow-Dannenberg.

Der Ortsteil Bredenbock verfügt über einen Kindergarten.

Weblinks


Ort in Niedersachsen

 

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