Die Gymnastiksandale besteht aus einem anatomisch geformten Holzfußbett mit dünner Gummilaufsohle, das durch einen Querriemen (mit Filz oder Moosgummi gepolstertem einstellbarer Lederriemen) über dem Ballenbereich am Fuß gehalten wird. Berkilette.jpg
Die Gymnastiksandale etablierte sich recht schnell und wurde in den 1960er Jahren zum Trend. Durch das Hochschnalzen des Sandalenbodens unter die Fußsohle beim „Abrollen“, entsteht ein Klappgeräusch.Deshalb etablierte sich auch die Bezeichnung „Holzklepper“ oder „Klapperlatschen“ für diese Schuhform. In den 60er Jahren führte das dazu, dass die Sandalen an einigen Schulen wegen des entstehenden Lärms verboten wurde.
1963 brachte Birkenstock seine erste Sandale mit Korkfußbett auf den Markt. Diese nannte sich ebenfalls „Gymnastiksandale“ und wurde mit einem Querriemen gehalten. Allerdings war die Birkenstock-Philosophie eine vollkommen andere: Statt wie bei der Berkemann-Holzsandale auf das Training der Fußmuskulatur zu setzen, glaubte man bei Birkenstock an das Schonungsprinzip, d. h. man versuchte den Fuß zu entlasten und zu stützen.
In den 1990er Jahren setzte noch einmal eine wesentlich schwächere Modewelle der Holzsandalen ein.
Die Firma Dr. Scholl (Chicago/USA) brachte in den 1950er Jahren ein sehr ähnliches Modell auf den Markt, zog dieses aber wegen des geringen Erfolges wieder zurück. 1996 startete Dr. Scholl erneut einen Versuch mit starker Marketing und PR-Unterstützung. Seither sind beide Marken (Berkemann und Dr. Scholl) auf dem Markt.
Seit 2003 gibt es ein Nachfolgemodell, die Berkilette (optisch flotter, dünnerer Boden mit etwas anderem „Relief“, zusätzliche EVA-Zwischensohle und einem Querriemen aus mit Moosgummi gepolstertem Nubuk).
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