article

Als Akademisches Gymnasium (lateinisch: gymnasium academicum) wird ein Typ der höheren Schule bezeichnet, der in der frühen Neuzeit in Mitteleuropa aufkam und zwischen dem Gymnasium und der Universität steht.

Akademische Gymnasien gab es vor allem in den protestantischen Territorien des Reiches und angrenzender Gebiete. Sie entsprachen in der Organisation und im Lehrangebot weitgehend einer Universität, besaßen aber nicht deren Privilegien, insbesondere das Promotionsrecht (beispielsweise die „Hohe Schule“ in Herborn). Ein Gymnasium, das in den höheren Klassen den Stoff der Artistenfakultät behandelte, aber keine höheren Fakultäten (Theologie, Jura, Medizin) aufwies, wurde oft als gymnasium illustre bezeichnet.

In den katholischen Teritorien wiesen Jesuitenkollegien und -universitäten vergleichbare Züge auf. Dort wurde als „Akademisches Gymnasium“ im engeren Sinne ein mit einer Universität verbundenes Gymnasium bezeichnet (so in Österreich oder in Köln). Heutige Nachfolgeeinrichtungen (etwa in Wien und weiteren Städten) tragen die Bezeichnung „Akademisches Gymnasium“ als Ehrentitel.

Siehe auch


Literatur


  • Walter Rüegg (Hrsg.): Geschichte der Universität in Europa. Band 2. Von der Reformation zur Französischen Revolution (1500–1800). Beck, München 1996, ISBN 3-406-36953-7 (besonders S. 72–74)

Weblinks


Schultypen/-system | Hochschule

 

This article is licensed under the GNU Free Documentation License. It uses material from the "Akademisches Gymnasium".

Home Pageartsbusinesscomputersgameshealthhospitalshomekids & teensnewsphysiciansrecreationreferenceregionalscienceshoppingsocietysportsworld