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Das Gymnasium Borbeck ist ein Gymnasium in Essen-Borbeck. An der Schule werden 967 Schüler (387 Mädchen und 580 Jungen) von 62 Lehrern unterrichtet (Stand 2005).

Weithin ist das Gymnasium Borbeck auch unter der Abkürzung GymBo bekannt. Diese geht auf den Namen einer Schulband während der 1950er Jahre zurück. Zur Unterscheidung von den anderen beiden Borbecker Gymnasien wird die Schule wegen ihrer Lage an der Prinzenstraße häufig aber auch Prinzengymnasium genannt.

Geschichte


Die Schule wurde 1873, lange vor der Eingemeindung Borbecks am 1. April 1915 nach Essen, als Katholische Knabenmittelschule gegründet. Aus der Mittelschule wurde zunächst ein Progymnasium und ab 1905 ein Gymnasium.

Gymnasium Essen-Borbeck Bauphase 1901.jpg Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde 1954 ein neues Hauptgebäude errichtet.

Schon vor der reformierten Oberstufe (erstes Abitur am Gymnasium Borbeck in 1977) gab es eine Reform der Fächerausrichtung in der Oberstufe. Neben den bestehenden sprachlichen und mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweigen (Wahl bereits in der Mittelstufe) wurden zwei weitere Fachrichtungen eingerichtet, mit wirtschaftswissenschaftlichem Schwerpunkt, und einem ähnlich ausgerichteten Aufbau-Zweig für Wechsler von der Realschule, die zum Abitur führen sollten.

Der Ausbau der Schülerkapazitäten ging nicht ohne Probleme der Raumnot vonstatten. Um 1970 wurde in einer entfernten Ecke des Schulhofs zunächst ein Pavillon errichtet, der drei zusätzlichen Klassenräumen Platz gab. Auch Nebenräume, wie z.B. zur Kunst-Vorbereitung, wurden später mit den recht kleinen Klassen der naturwissenschaftlichen und sprachlichen Zweige der Oberstufe belegt. Ein rigider Fall war eine Klasse, die mit 14 Schülern drei Jahre lang (1972 bis 1975) in einem Nebenraum des Physiksaales untergebracht wurde, in dessen Schränken irgendwann ausgelaufenes Quecksilber gefunden wurde.

In jener Zeit knirschte es an allen Ecken, da mit politischem Willen (und bedingt über die Entwicklung der geburtenstarken 1960er Jahrgänge) in das Gymnasium Borbeck von außen große Zahlen Schüler hereingedrückt wurden. Vor diesem Hintergrund waren Originalitäten häufig. Lehrer wurden nach ihrer Pensionierung weiterbeschäftigt auf halben Stellen; ein promovierter Biologie-Lehrer blieb bis vor seinen 75. Geburtstag an der Schule. Lehrpersonal wurde beschäftigt, das nicht den „normalen“ Werdegang eines Gymnasiallehrers hinter sich hatte, um díe Unterrichtung gewährleisten zu können.

Um den wachsenden Schülerzahlen gerecht zu werden wurden in den 1960er Jahren zunächst ein Anbau und drei, immer noch in Gebrauch befindliche Pavillons, errichtet. Seit einigen Jahren unterhält die Schule eine Dependance (an der Wüstenhöferstraße). Hier findet ausschließlich der Unterricht für die Jahrgangsstufen 5 und 6, die sogenannte Erprobungsstufe statt. Das Gebäude, zuvor als Berufsschule genutzt, verfügt über eigene Fachräume für Kunst-, Musik-, Physik- und Biologieunterricht, eine Lehrküche sowie eine eigene Sporthalle.

Der Unterricht der Schule ist heute von der Bilingualität geprägt. Es gibt ferner die Angebote von Praktika in Cheltenham und Scarborough ebenso wie Austauschprogramme mit Partnerschulen in Horst (Niederlande), Atlanta und in La Réunion. Um ein möglichst umfangreiches Fächerangebot bieten zu können, finden in der Sekundarstufe II einige Kurse in Kooperation mit dem benachbarten Mädchengymnasium statt.

Schulleiter


  • 1900 - 1923 Dr. Josef Cüppers
  • 1923 - 1949 Wilhelm Vollmann
  • 1949 - 1957 Josef Birkenbach
  • 1957 - 1962 Heinrich Lorscheid
  • 1963 - 1965 Dr. Hans Strate (komissarisch)
  • 1965 - 1987 Dr. Walter Rohlfing
  • 1987 - 2006 Dr. Wolfgang Sykorra

Berühmte Schüler


Schülerzeitungen


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Mehr oder weniger kontinuierlich gab es am Gymnasium Borbeck unter wechselnden Titeln immer auch Zeitungen von Schülerredaktionen.

  • Schulzeitung des Gymnasiums Borbeck, 1949 - 1955
  • Schulspiegel, 1955 - 1966
  • Psyche
  • Hohlspiegel
  • Schulgeflüster
  • Durchblick
  • Prince & Princess (vorher Prince), 1989 - 2001
  • Wuestenexpress (Erprobungstufenzeitung), 1998 - 1999

Neben diesen allgemeinen Veröffentlichungen ist es ebenfalls Brauch, dass der Abiturjahrgang eine Abschlusszeitung für die verbleibenden Schüler herausgibt. Seit einigen Jahren erscheinen diese in Kooperation mit dem benachbarten Mädchengymnasium als Wendeheft, d.h. mit getrennten Titel- und Inhaltsseiten für beide Schulen.

Literatur


  • Christa Emde-Bringenberg et al.: Gymnasium Borbeck 1905 - 1995. Chronik einer Schule im 20. Jahrhundert. Essen: Verein der Freunde und Förderer des Gymnasiums Borbeck e. V., 1995
  • Klaus Lindemann: Dies Haus, ein Denkmal wahrer Bürgertugend. Das Gymnasium Borbeck seit der Kaiserzeit. Geschichte einer Schule im Kontext gesellschaftlichen Wandels, Essen: Klartext Verlag, 1. Auflage August 2005, 490 Seiten, ISBN 3-89861-377-1

Weblinks


Offizielle Schulhomepage

Partnerschulen

Gymnasium | Essen

 

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