Gyeonggi-do ist eine Provinz im Nordwesten von Südkorea mit Suwon als Hauptstadt. Im Norden grenzt sie an Nordkorea, im Osten an Gangwon-do. Im Süden ist die Provinz begrenzt durch Chungcheongbuk-do und Chungcheongnam-do, im Westen durch das Gelbe Meer. Die Hauptstadt Südkoreas Seoul liegt im Herzen der Provinz, ist aber seit 1946 politisch eine eigenständige Einheit. Das gleiche gilt für die Stadt Incheon, die seit 1981 eigenständig ist.
Das Gebiet um den Han-Fluss gehört zu den frühesten Siedlungsgebieten in Korea. Seit Beginn unserer Zeitrechnung gehörte das heutige Gyeonggi zum Baekje-Reich. Große Teile wurden um 405 von Goguryeo erobert. Die Hauptstädte Kaesŏng (heutiges Nordkorea) und Hanyang (Seoul) der Goryeo- bzw. Joseon-Dynastie sorgten für die Entwicklung Gyeonggis zur zentralen Provinz des Landes.
Gyeonggi-do ist die Provinz mit der mit Abstand höchsten Bevölkerungsdichte Südkoreas. Zusammen mit den Großstädten Seoul und Incheon leben hier 23,5 Millionen Menschen, fast die Hälfte der Gesamtbevölkerung von 48,5 Millionen. Aus dem industriellen Hinterland von Seoul ist die Landwirtschaft verschwunden und hat der Industrie Platz gemacht. Der Bau von Autobahnen in den 1960ern hat dies beschleunigt. Viele Städte wurden zu Satellitenstädten von Seoul, darunter Anyang, Bucheon, Seongnam und Euijeongbu.
Die Industrie konzentriert sich vor allem auf Schiffbau, Stahlproduktion und Pressglas. Incheon ist der Seehafen der Provinz und Seouls, und seit kurzem auch der Flughafen. Fischerei ist immer noch von großer Bedeutung in Gyeonggi-do.
Es bestehen Partnerschaften mit 18 Verwaltungseinheiten in 14 Ländern (einzusehen auf der Webseite). Die Entwicklung des nördlichen Grenzgebietes zu Nordkorea nimmt einen besonderen Stellenwert in der weiteren Entwicklungpolitik ein. Unter anderem soll der Anschluss an die großen nordostasiatischen Schienennetze Chinas und Russlands erreicht werden. Der Hafen von Pyeongtaek wird zur Freihandelszone ausgebaut.
Gyeonggi-do besteht aus 27 Stadtkreisen und 4 Landkreisen.
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