Guy-Claude Burger (* 4. September 1934) war ursprünglich Musiker und Physiker. Später begründete er eine besondere Form der Rohkosternährung, die er Instinctotherapie nannte. 2001 wurde er wegen sexuellem Missbrauch von Kindern zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt .
Ein Krebsleiden beendet diese Laufbahn, und er begann sein bisheriges Leben an vielen Stellen in Frage zu stellen. Auf dem Gebiet der Ernährung gelangte er dabei auf die Frage nach der genetischen Anpassung des Menschen an die heutige Ernährung und glaubte dabei, einen beim Menschen verlorengegangenen Ernährungsinstinkt wiederentdeckt zu haben. Aufgrund seines drohenden Krebstodes verfolgte er diese Ernährungsform zunächst im Selbstversuch unter kritisch-unterstützender Teilnahme seiner Familie.
Burger nannte diese Art der Ernährung nach dem Instinkt Instinctotherapie (später umgetauft in Anopsologie), vermutlich, weil er auf diese Weise sein Krebsleiden geheilt haben will. Im Unterschied zu anderen Rohkost-Ernährungsweisen orientiert man sich bei Auswahl und Menge der zu verzehrenden Lebensmittel ausschließlich an den Anziehungs- und Abstoßungssignalen, die individuell sehr verschieden als Geruch und Speichelflussreflex (bei der Auswahl) und Geschmack (beim Verzehr) erscheinen.
Burger und seine Mitarbeiter unternehmen erklärtermaßen seit über vierzig Jahren eine Art wissenschaftlich nicht anerkannten Langzeitversuch, dessen Ausgangspunkt die Frage nach der genetischen Angepasstheit unseres Organismus an die heute übliche (noch relativ junge) Ernährungsweise ist.
Aus der Erfahrung heraus wurde von Burger das Gesetz des Ernährungsinstinkts folgendermaßen formuliert:
Aus der Evolutionstheorie glaubt Burger ableiten zu können, dass ein Tier, welches durch seinen Instinkt dazu veranlasst würde, zum Beispiel giftige Pflanzen zu fressen, oder sich unausgeglichen zu ernähren, schnell unterlegen wäre und der natürlichen Auslese zum Opfer fallen würde. Der Ernährungsinstinkt musste sich also im Laufe der Zeit im gleichen Maß wie jede andere Funktion des Organismus anpassen.
Burger teilt Kunstgriffe, mit deren Hilfe der Mensch die ursprünglichen Nahrungsmittel verändert, in fünf Gruppen ein:
Die Auswirkungen des Wegfalls von nicht ursprünglichen Nahrungsmitteln auf das Nervensystem und die daran gekoppelten psychischen Prozesse hat Burger gesondert untersucht. Ein weiteres Buch zum Thema Ernährung und Psyche unter den Bedingungen der Anopsologie ist in Vorbereitung.
Burger weitete seine Lehre auf die Sphäre des Geschlechtlichen aus. Sexuelle Handlungen von Erwachsenen mit Kindern und (auch nicht sexuell mündigen) Jugendlichen seien zu billigen, da sie angeblich die Intuitionsfähigkeit Minderjähriger in den Bereich übersinnlicher Ahnungen, Erlebnisse und Erkenntnisse hinein erweitern könnten. Um seiner offensichtlichen Pädophilie eine Rechtfertigung zu geben, nannte er das entsprechende Programm "Metapsychoanalyse". Ihr müsst mit Euren Kindern Sex haben, sonst tragen sie seelischen Schaden davon ..., so Burger. Schon mit 24 Jahren, gestand er, das erste Mal Kindesmissbrauch begangen zu haben.
Nachdem der ehemalige Anhänger Jean Kicin von sexuellen Übergriffen gegenüber Zehnjährigen während einer Instincto-Veranstaltung im Chateau de Montramee berichtete, wurde Burger 1997 in der Schweiz verhaftet. 2001 wurde Burger in Frankreich zu 15 Jahren Gefängnishaft wegen schwerem sexuellem Missbrauch verurteilt. Theoretisch könnte sie bis 2012 fortbestehen.
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