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Wappen Karte
Führt kein Wappen.svg Karte_muensingen_in_deutschland.png
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Region: Neckar-Alb
Landkreis: Reutlingen
Geografische Lage:
Höhe: 700 m ü. NN
Fläche: 66,98 km²
Einwohner: 249 (30. Juni 2005)
Bevölkerungsdichte: 4 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 72521-72525
Vorwahl: 07381
Kfz-Kennzeichen: RT
Gemeindeschlüssel: 08 4 15 086
Anschrift des
Gutsbezirksvorstehers:
Königstraße 1
72525 Münsingen
Politik
Gutsbezirksvorsteher: Horst Medrow
Der Gutsbezirk Münsingen im Landkreis Reutlingen in Baden-Württemberg ist ein bewohntes Gemeindefreies Gebiet. Er wurde 1942 gegründet und umfasst im Wesentlichen den Truppenübungsplatz Münsingen.

Geografie


Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an den Gutsbezirk Münsingen, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und gehören zum Landkreis Reutlingen bzw. zum Alb-Donau-Kreis ¹

Römerstein, Laichingen ¹, Heroldstatt ¹, Schelklingen ¹, Münsingen und Bad Urach.

Bodennutzung

Nach der Flächenerhebung 2001 gliedert sich die Gesamtfläche von 66,98 km² folgendermaßen auf:
  • Landwirtschaftsfläche 48,61 km²
  • Waldfläche 16,90 km²
  • Wasserfläche 0,00 km²
  • Siedlungs- und Verkehrsfläche 1,47 km²
    • Gebäude- und Freifläche 0,78 km²
    • Verkehrsfläche 0,68 km²

Muensingen1897.jpg

Geschichte


Der Truppenübungsplatz Münsingen war 1895 auf dem Gelände des alten Hofguts Breithülen von der Militärverwaltung Württembergs errichtet worden. 1897 wurde ein Remontedepot eingerichtet, dessen Aufgabe es war, für das württembergische Armeekorps jährlich 250 Pferde bereitzustellen. Nach dem 1. Weltkrieg wurde das Depot geschlossen, doch 1934 wieder gegründet.

1938 wurde der Truppenübungsplatz Münsingen erweitert. Damals gingen die gesamte Gemarkung der Gemeinde Gruorn sowie Teile der Nachbargemarkungen Auingen, Böhringen, Böttingen, Ennabeuren, Feldstetten, Ingstetten, Magolsheim, Münsingen, Trailfingen und Zainingen in ihm auf. Zu diesem Zweck mussten die 665 Bewohner der Gemeinde Gruorn umgesiedelt werden, nachdem 1937 die Auflösung der Gemeinde beschlossen worden war. Die Umsiedlung geschah zwischen 1937 und 1939. Die Einwohner zogen in verschiedene Orte in Württemberg, Baden und Bayern.

Als 1942 das gemeindefreie Gebiet Gutsbezirk Münsingen errichtet wurde, waren die Bediensteten des Depots die ersten Einwohner dieses Verwaltungsbezirks.

Die Zukunft des Gutsbezirks Münsingen nach der Schließung des Truppenübungsplatzes Ende 2005 ist derzeit ungewiss. Allgemein rechnet man aber damit, dass die an Auingen angrenzenden Wohngebiete ("Rametshalde" und öffentlicher Wohnbereich "Altes Lager") der Stadt Münsingen und die Wohnsiedlung "Breithülen" der Gemeinde Heroldstatt zugeschlagen werden.

Zugehörigkeit, Nutzung und Verwendung des bis Ende 2005 militärisch genutzten Bereiches des Truppenübungsplatzes ist derzeit noch offen. Gruorn_Kirche_Innenansicht.jpg

Politik


Verwaltungsmäßig ist der Gutsbezirk Münsingen heute eine Gebietskörperschaft im Sinne der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg und insofern den übrigen 1.110 Gemeinden Baden-Württembergs vergleichbar. Allerdings hat der Gutsbezirk keine Gemeindevertretung (Gemeinderat) und keinen Bürgermeister. Die wahlberechtigte Bevölkerung kann somit lediglich bei Wahlen im Bund und im Land Baden-Württemberg teilnehmen.

Bürgermeister

Als Oberhaupt hat das gemeindefreie Gebiet anstelle eines Bürgermeisters einen "Gutsbezirksvorsteher", der durch die Oberfinanzdirektion Stuttgart bestellt wird.

Weblinks


Ort in Baden-Württemberg | Landkreis Reutlingen

 

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