Gustav von Schmoller (* 24. Juni 1838 in Heilbronn; † 27. Juni 1917 in Bad Harzburg) war ein deutscher Ökonom. Er gilt als Hauptvertreter der jüngeren historischen Schule der Ökonomie.
Schmoller sah die Ökonomie als eine Erfahrungswissenschaft. Zeitlos gültige Gesetze hingegen lehnte er für sie ab. Damit stand er im Widerspruch zu den Ideen Carl Mengers. Diese Auseinandersetzung wurde als Methodenstreit bekannt.
Mit Max Weber führte er den Werturteilsstreit.
Ab 1900 veröffentlichte von Schmoller seinen Grundriß der allgemeinen Volkswirtschaftslehre in zwei Bänden.
Er war Mitglied im Verein für Socialpolitik und von 1890 bis 1917 dessen Vorsitzender. Die vom Verein seit 1871 herausgegebene Zeitschrift wurde 1913 in "Schmollers Jahrbuch für Gesetzgebung, Verwaltung und Volkswirtschaft im Deutschen Reich" umbenannt, das seit 1968 "Schmollers Jahrbuch für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften" hieß und 1972 in "Zeitschrift für Wirtschafts- und Sozialwissenschaften". Obwohl Schmollers Jahrbuch seit 2000 nicht mehr Publikationsorgan des Vereins für Socialpolitik ist, erscheint es noch immer, 2005 im 125. Jahr.
Mann | Kulturpolitiker | Ökonom (19. Jh.) | Ökonom (20. Jh.) | Geboren 1838 | Gestorben 1917
Gustav von Schmoller | Gustav von Schmoller | グスタフ・フォン・シュモラー | Шмоллер, Густав фон
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