Gustav_schwab_1850.jpg Gustav (Benjamin) Schwab (* 19. Juni 1792 in Stuttgart; † 4. November 1850 in Stuttgart) war ein deutscher Pfarrer, Schriftsteller und Herausgeber.
Gustav Schwab wuchs als Sohn eines Professors in einem humanistisch gebildeten Elternhaus auf. Er studierte seit 1809 als Stipendiat des Evangelischen Stifts in Tübingen an der dortigen Eberhard-Karls-Universität zunächst zwei Jahre Philologie und Philosophie, später dann Theologie. 1818 wurde er Gymnasiallehrer für Latein in Stuttgart, dann 1837 Pfarrer in Gomaringen bei Tübingen. 1841 erhielt er das Stadtpfarramt in Stuttgart, 1842 wurde er Dekan und 1845 Oberkonsistorialrat der höheren Schulen in Württemberg. Schwab wurde 1847 mit dem Ehrendoktor der Theologie der Universität Tübingen ausgezeichnet.
Schwabs Geburtshaus in der Stuttgarter Königstraße 51 ist zerstört, eine Büste Schwabs befindet sich am Haus Hasenbergsteige 22 über dem nach ihm benannten Schwabtunnel im Stuttgarter Westen. Sein Grab liegt auf dem Stuttgarter Hoppenlaufriedhof unweit dem des von Wilhelm Hauff.
Schwabs berühmtestes Werk war Die Sagen des klassischen Altertums, in dem er bekannte und weniger bekannte Mythen der Antike (oft leicht entschärft) neuerzählte. Auch sein Gedicht Der Reiter und der Bodensee gehört zu den bekannteren deutschen Gedichten.
Schwab wird als Angehöriger der Schwäbischen Dichterschule angesehen.
Mann | Deutscher | Evangelischer Theologe (19. Jh.) | Autor | Literatur (19. Jh.) | Literatur (Deutsch) | Epos | Ehrenbürger | Herausgeber
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