Gustav Friedrich Wilhelm Großmann (* 30. November 1746 in Berlin; † 20. Mai 1796 in Hannover) war ein deutscher Schauspieler, Schriftsteller und Regisseur.
Er war preußischer Legationssekretär in Danzig und privatisierte dann in Berlin, wo er unter anderm mit Lessing verkehrte. Infolge einer Wette schrieb er hier sein Lustspiel „Die Feuersbrunst“ in drei Tagen und errang damit einen glänzenden Erfolg, der durch seine in acht Tagen geschriebene Tragödie „Wilhelmine von Blondheim“ noch gesteigert wurde.
Auf einer Reise nach Gotha 1774 von der Seylerschen Schauspielergesellschaft veranlasst, in der Rolle des Riccaut de la Marlinière in „Minna von Barnhelm“ aufzutreten, fand er solchen Beifall, dass er sich fortan ganz der Schauspielkunst widmete.
1778 übernahm er die Leitung der Bühne in Bonn, gründete aber 1784 eine neue Gesellschaft, mit welcher er mehrere Orte, zuletzt Hannover, besuchte. Seine Sympathien für die Ideen der französischen Revolution verwickelten ihn 1795 in einen Prozess, infolge dessen er zu sechsmonatiger Haft verurteilt und ihm verboten wurde, wieder auf der Bühne zu erscheinen. Er starb am 20. Mai 1796 in Hannover.
Von seinen Lustspielen sind noch zu nennen: „Henriette Adelheid von Veltheim“, „Die Ehestandskandidaten“ und „Nicht mehr als sechs Schüsseln.“ -
Seine Gattin Karoline Sophie Auguste, geb. Hartmann, geb. 25. Dez. 1752 in Gotha, leitete mit ihrem Gatten die Direktionsgeschäfte, trat auch kurze Zeit selbst als Schauspielerin auf und starb am 28. März 1784 in Bonn. Durch ihren früheren Gatten, Flittner, war sie Mutter der Schauspielerin Friederike Bethmann-Unzelmann
Mann | Deutscher | Schauspieler | Theaterschauspieler | Geboren 1746 | Gestorben 1796
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