Stamp China 1945 2 inauguration.jpg, 1945]] NRA march.jpg | NRA machinegunners.jpg-Truppen der Kuomintang im zweiten japanisch-chinesischen Krieg]] Die Kuomintang (traditionell: , Pinyin: Guómíndăng, Abkürzung: KMT) ist eine Partei der Republik China. Sie errang 1927 die Herrschaft über das chinesische Festland, musste sich aber nach dem verlorenen Bürgerkrieg 1949 gegen die Kommunisten nach Taiwan zurückziehen, wo sie die Republik fortführte und bis 1990 diktatorisch regierte.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts hat sich die Partei mehrfach umorganisiert. 1905 hat die Hsing Chung Hui mit mehreren Revolutionsgruppen fusioniert, wie zum Beispiel die Hua Hsing Hui und die Kuang Fu Hui und wurde zur Tung Meng Hui in Tokyo. Sun Yat-sens Partei fusioniert mehrfach mit verschiedenen anderen politischen Parteien und er gründet am 12. August 1912 in Beijing die Kuomintang.
Im Juli 1914 organisierte sich die KMT neu als Chung Hua Ke Ming Tang (die revolutionäre, chinesische Partei) in Tokio und 1919 wurde diese Gruppe in Zhongguo Guomindang umbenannt (normalerweise durch Kuomintang oder KMT bzw. GMD abgekürzt). Die KMT hat 14 Nationalkongresse seit ihrer Einführung 1924 abgehalten.
Wichtig für das Verständnis der Kuomintang ist, dass in ihr ein breites Spektrum politischer Meinungen vertreten war, da sie Anfangs die einzige Partei war und, wenn man Politik betreiben wollte, man keine andere Wahl hatte als die Kuomintang. Später gab es nur die Alternative zwischen Kuomintang und der kommunistischen Partei. So unterscheiden sich zum Beispiel die Positionen Sun Yat-sens und Chiang Kai-sheks wesentlich.
Nach der Gründung der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) wurde diese zuerst in die KMT integriert, da sie die drei Prinzipien Sun Yat-sens (Nationalismus, Sturz des Kaisers, soziale Reformen) ebenfalls vertrat. Die Partnerschaft zwischen den Kommunisten und der KMT wurde aber durch den Nachfolger des inzwischen verstorbenen Sun Yat-sens, Chiang Kai-shek zerstört, der, als er Shanghai eroberte, den Befehl gab, alle Kommunisten, Gewerkschafter und ähnliche zu ermorden. Die KPCh zog sich in die Berge Südchinas zurück und später in die nordchinesische Provinz Yanan. Währenddessen herrschten die KMT diktatorisch über den Rest Chinas. Als die Japaner in China einfielen, kämpfte Kai-Shek Chiang gegen sie und musste so den Kampf gegen die Kommunisten großteils aufgeben. Durch den Druck vieler Staaten musste Chiang schließlich ein Bündnis mit der Kommunistischen Partei eingehen (d. h. auch mit Mao Tse Tung) und eine Einheitsfront bilden. Jedoch ließ Mao Tse Tung seine Soldaten nicht gegen die Japaner kämpfen - außer bei einem kleineren Zwischenfall, den Mao anfangs verurteilte-, sondern er brach das Bündnis insgeheim und kämpfte ausschließlich gegen die Nationalisten (KMT). Die KPCh hatte inzwischen die Unterstützung von mehreren Staaten erlangt, v. a. die der Sowjetunion, welche sie schon lange Zeit mit monatlichen Geld- und Waffenlieferungen unterstützt hatten. Nach dem Ende des zweiten Weltkrieges ging der Bürgerkrieg zwischen der KPCh und der KMT weiter. Die KMT hatte inzwischen den Rückhalt in der Bevölkerung verloren, einerseits wegen des zu zögerlichen Vorgehens gegen die Japaner aber auch wegen des schlechten Benehmens der Soldaten der KMT, wegen der grossen Korruption und weil sich die KMT seit Chiang Kai-shek an der Macht war zu sehr nach den Interessen der Grossindustriellen ausgerichtet hatte. Nach der Machtübernahme durch die Kommunisten Mao Zedongs und der Gründung der Volksrepublik China 1949 flohen Millionen Anhänger der Kuomintang auf die Insel und Provinz Taiwan und errichteten dort eine Gegenregierung und ein Gegenparlament. Seine Abgeordneten sollten entsprechend dem Alleinvertretungsanspruch alle Provinzen Chinas vertreten. Die Provinzen, in denen freie Wahlen nicht möglich waren, wurden so lange von den letzten frei gewählten Abgeordneten vertreten, bis wieder freie Wahlen möglich waren. Diese Konstruktion führte dazu, dass bis 2000 die Taiwaner bei Wahlen immer nur die wenigen Abgeordneten der „Provinz“ Taiwan neu oder abwählen konnten. Die gewaltige Mehrheit der Parlamentssitze für die Festlandprovinzen dagegen wurde sozusagen „auf ewig“ von den Abgeordneten der Kuomintang eingenommen, die in der letzten gesamtchinesischen Wahl vor 1949 gewählt und dann nach Taiwan geflohen waren.
Wegen des 38 Jahre lang, bis 1987, geltenden Kriegsrechts und dieser Wahlbestimmung war Taiwan de facto lange keine echte Demokratie, vielmehr eine Diktatur. Die Kuomintang herrschte diktatorisch wie eine Einheitspartei und etablierte ihre Anhänger, eingewanderte Festlandchinesen, als Elite, die über den einheimischen Taiwanern stand. Zum Beispiel war die einzige offizielle Sprache Hochchinesisch, die einheimischen Sprachen wurden unterdrückt.
Im April 2000 verlor die KMT zum ersten Mal seit Bestehen des Staates die Wahlen in der Republik China (Taiwan).
Bekannte Führer der KMT waren oder sind Sun Yat-sen, Chiang Kai-shek, Chiang Ching-kuo, Lee Teng-hui, Lien Chan und der jetzige Vorstand der KMT, Ma Ying-Jeou.
Eine kleine Gruppe linksgerichteter Parteimitglieder um Sun Yat-sens Witwe Song Qingling spaltete sich 1948 als Revolutionäres Komitee der Kuomintang ab, verblieb auf dem chinesischen Festland und arbeitete mit der Kommunistischen Partei Chinas zusammen.
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