| Wappen | Karte | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Guntrams.jpg | map at guntramsdorf.png | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Niederösterreich | bgcolor="#FFFFFF" | Politischer Bezirk: | Bezirk Mödling (MD) | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 14,86 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 8.421 (Volkszählung 2001) | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 193 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 2351,2353 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 0 22 36 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindekennziffer: | 3 17 10 | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Gemeindeamt: | Rathausplatz 1 2353 Guntramsdorf | bgcolor="#FFFFFF" | Offizielle Website: | www.guntramsdorf.at/ | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | office@guntramsdorf.noe.gv.at | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Karl Sonnweber (SPÖ) | bgcolor="#FFFFFF" valign="top" | Gemeinderat: (GR-Wahl 2005) | 33 Mitglieder: 21 SPÖ, 8 ÖVP, 2 Grüne, 1 IG, 1 FPÖ | |||||||||||||||||||||||||||||||
Guntramsdorf ist eine Marktgemeinde im Industrieviertel in Niederösterreich.
Zwischen dem Altort und Neu-Guntramsdorf entwickelte sich seit etwa 1980 eine durchgehende Besiedlungsachse. Damit entstand seit etwa 2000 ein nahezu geschlossenes Siedlungsgebiet.
Am südlichen Ortsrand befindet sich direkt an der Gemeindegrenze zu Traiskirchen (Grenze zur Katastralgemeinde Möllersdorf) ein im Privatbesitz befindlicher Teich, der gelegentlich auch als Ozean II bezeichnet wird.
Die geschichtliche Zeit von Guntramsdorf beginnt mit der 1. Ostmark des Reiches Karl des Großen (um 800). Der Name von Guntramsdorf weist auf den Gründer hin, der "Guntram" hin. Laut Urkunde aud dem Jahre 859 (Widemann, "Tradionen des Hochstiftes Regensburg") schenkte Graf Kozel, Fürst von Pannonien (Ungarn) dem Kloster Regensburg Güter. Als Zeugen werden angeführt: Graf Ratpot und Graf Guntram. Dieser Graf Guntram dürfte der Gründer von Guntramsdorf sein. da vor diesem kein Guntram in Urkunden erwähnt aufscheint. Zur Zeit Leopolds III. (1095 - 1136) befand sich Guntramsdorf im Besitze des Ritters Heinrich II. von Kuenring. Dieser nannte sich Heinric de Gundrammisdorf. Seinen Namen erhielt er von der Burg Guntramsdorf, zwischen Mödling und Baden gelegen. Dieser befestigte Rittersitz stand wahrscheinlich auf dem Platze des späteren Schlosses. Von diesem Schloss ist heute nur mehr der Barockpavillion erhalten. Um 1200 befand sich Guntramsdorf im Besitze der Herzöge von Mödling. Von 1246 bis 1365 war Guntramsdorf im Besitze des Rittergeschlechtes der Guntramsdorfer. Dieses Rittergeschlecht besaß nach Wisgrill III. Güter und Beziehungen im ganzen Lande.
Die Ortschronik von Guntramsdorf berichtet, daß im Mittelalter im Bereich des heutigen Friedhofes ein künstlicher Fischteich bestanden hatte. Als Besonderheit wird berichtet, daß der Fischfangertrag dieses Teiches einen zweistelligen Anteil am Haushalt des damaligen Landesfürsten darstellte.
Nach dem "Anschluss" Österreichs 1938 wurde der Ort in die Stadt Wien zum 24. Bezirk eingemeindet. In diese Periode fällt auch die erste grosse Wohnbauaktivität des 20. Jahrhunderts in Guntramsdorf. Mit konfiszierten ehemals österreichischen Gewerkschaftsgeldern wurden östlich des sogenannten Ozean-Teiches im neuen Ortsteil Neu Guntramsdorf zahlreiche Wohnblöcke geschaffen.
Von 1943 bis 1944 bestand auf Guntramsdorfer Gemeindegebiet ein großes Nebenlager des Konzentrationslagers Mauthausen in dem zum Höchststand über 3.170 Häftlinge gefangen waren, die als Zwangsarbeiter in den nahen "Flugmotorenwerken Ostmark" (Wiener Neudorf) arbeiten mussten. Am Grundstück des ehemaligen Konzentrationslagers in Guntramsdorf gibt es heute eine Gedenkstätte, an der jährliche Gedenkfeiern stattfinden und Führungen für Schulen von einem lokalen Gedenkverein organisiert werden.
1954 wurde der Ort gemeinsam mit den anderen im Jahr 1938 eingemeindeten Kommunen wieder eigenständig und fiel wieder an Niederösterreich zurück. Die Energieversorgung liegt aber nach wie vor beim Wiener und nicht beim niederösterreichischen Landesenergieversorger.
Guntramsdorf_Bahnhof_Lokalbahn.jpg Hinsichtlich der Anbindung an das Schienennetz besteht eine Besonderheit. Das Guntramsdorfer Gemeindegebiet wird von zwei Strecken der Österreichischen Bundesbahnen (Südbahn und Aspangbahn) sowie der Privatbahn Badner Bahn berührt und besitzt auf jeder dieser Strecken genau einen Bahnhof. Die für Österreich einmalige Besonderheit besteht darin, dass diese drei Strecken auf dem Gemeindegebiet keinerlei Kreuzungpunkt oder Verbindungslinie besitzen. Topologisch sind alle drei Linien parallel.
Zusätzlich bestehen im Industriezentrum NÖ-Süd ausgedehnte Gleisanlagen, die nur zum Teil auf Guntramsdorfer Gemeindegebiet liegen. Die Verbindung zum Schienennetz erfolgt über eine sehr frequentierte Anschlußbahn, die nördlich des Bahnhofes Guntramsdorf Kaiserau auf freier Strecke von der Aspangbahn abzweigt.
Hauptverkehrsträger im Schienenverkehr ist aufgrund der zentralen Lage des Bahnhofes Guntramsdorf Lokalbahn und der hohen Zugsdichte die Badener Bahn. Der Pendlerverkehr von und nach der Bundeshauptstadt Wien erfolgt überwiegend über diese straßenbahnähnliche Privatbahn, nicht zuletzt da die oben erwähnte B17 und die A2 auch nach erheblichen Straßenausbauten extrem staugefährdet sind.
Wasserwege: Guntramsdorf liegt am einzigen wichtigen künstlichen Wasserweg Ostösterreichs, dem sogenannten Wiener Neustädter Kanal. Als Verkehrsweg wird diese Wasserstraße seit dem Bau von Eisenbahnen nicht mehr genützt, seine Bedeutung lag zuletzt in der Wasser- und Energieversorgung lokaler Wirtschaftsunternehmen. Auf Guntramsdorfer Gemeindegebiet wird der Wiener Neustädter Kanal von einem Radweg begleitet.
Literatur: 100 Jahre Badener Bahn, Verlag Slezak, Wien Vom Schiffskanal zur Eisenbahn, Verlag Slezak, Wien
Anfang August findet jährlich am Gelände des Badeteiches Ozean eine so genannte Beach-Party statt. Das Fest, bei dem hauptsächlich Reagge von Livebands gespielt wird, ist weit über die Grenzen des Bezirkes bekannt und lockt seit Jahren tausende Besucher auch aus der nahe gelegenen Bundeshauptstadt Wien an.
Großer Bekanntheit erfreut sich auch der Guntramsdorfer Frühlingslauf der seit 2 Jahren im Rahmen der Thermen Trophy in Guntramsdorf ausgetragen wird. Die Strecke führt dabei rund um den Windradlteich und durch die wunderschönen Weingärten Guntramsdorfs. Eine Runde ist ca. 5275 m lang. Gelaufen können je nach Belieben zwischen einer und vier Runden. Der Guntramsdorfer Frühlingslauf ist mittlerweile einer der größten im Rahmen der Thermentrophy.
In Guntramsdorf gibt es auch mehrere Sportmöglichkeiten: Ob Fußball, Volleyball, (Tisch-)Tennis, Judo. Der Judo-Verein ATUS-Guntramsdorf, der älteste Judo-Verein Niederösterreichs, ist besonders erfolgreich. Seine Mannschaft brachte schon zahlreiche niederösterreichische Landesmeister in mehreren Gewichtsklassen hervor. Besonders erfolgreich ist auch der Tischtennisclub Guntramsdorf. 1985 wurde er gegründet und gehört von Beginn an zu den Nachwuchs-Hochburgen des Landes Niederösterreich.
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