Guinea Pig (japanisch ausgesprochen: Za ginipiggu) ist eine Reihe von sieben japanischen Splatterfilmen mit extremen Gewaltszenen. Die Filme wurden bekannt, als der Schauspieler Charlie Sheen den zweiten Teil der Reihe, Flowers of Flesh and Blood, für einen echten Snuff-Film hielt und seine Entdeckung dem FBI meldete. Seitdem wurden sie von der Firma Unearthed Films wiederveröffentlicht. Ende der 1980er kamen die Filme wieder in die Medien, als sie in der Videosammlung des japanischen Serienmörders Tsutomu Miyasaki gefunden wurden.
Originaltitel: Za ginipiggu: Akuma no jikken
Die für den Vertrieb der DVD-Version verantwortliche Firma Unearthed Films behauptet, der erste Guinea-Pig-Film sei die Nacherzählung eines echten Snuff-Films. Er handelt von einer Gruppe von Männern, die eine Frau entführen und foltern, um mit der Schmerzgrenze des menschlichen Körpers zu experimentieren.
Originaltitel: Za ginipiggu 2: Chiniku no hana
Der zweite Film wird von Unearthed Films ebenfalls als Nachstellung eines Snuff-Films bezeichnet, der an einen der Drehbuchautoren geschickt worden sei. Er zeigt einen als Samurai verkleideten Mann, der eine Frau mit Drogen betäubt und zerstückelt, um ihre Körperteile seiner Sammlung hinzu zu fügen.
Der Schauspieler Charlie Sheen hielt diesen Film für die Darstellung eines echten Mordes und meldete dies der Polizei, was infolgedessen zu einer groß angelegten Ermittlung des FBI mit dem Ziel, herauszufinden, ob der dargestellte Mord real sei, führte. Die Band Skinny Puppy schrieb in dem Glauben, der Film sei authentisch, den Song The Mourn. Nachdem sich später herausstellte, daß der Film kein reales Verbrechen darstellte, fügten sie Ausschnitte aus diesem in ihre Bühnenshow ein.
Flower of Flesh and Blood diente vermutlich dem japanischen Kindermörder Tsutomu Miyazaki als Vorbild für seine Straftaten.
Originaltitel: Za ginipiggu 3: Senritsu! Shinanai otoko
Der dritten Film hat den Versuch eines Mannes sich selbst umzubringen zum Inhalt, was aber trotz schwerer Verstümmelungen immer wieder scheitert. Anders als in den ersten beiden Filmen zeigen sich hier vor allem am Ende des Films erstmals humoristische Ansätze, wie sie auch in Guinea Pig V und VI einfließen. Der dritte Film basiert laut Unearthed Films auf dem realen Suizid eines Mannes, der sich selbst zerstückelt und mehrere Stunden mit seinen Körperteilen gespielt haben soll, bevor er starb.
Originaltitel: Za ginipiggu 4: Manhoru no naka no ningyo
Mermaid in a Manhole ist die Nacherzählung eines Mangas von Hideshi Hino, der bei diesem Teil der Reihe auch selbst Regie führte. Er handelt von einem Künstler, der, während er versucht, den Tod seiner Frau zu überwinden, in der Kanalisation von Okinawa eine verwundete Meerjungfrau findet. Er nimmt sie mit nach Hause und nach einer Weile beginnt sie, aus ihren Wunden zu bluten. Der Künstler zeichnet mit dem Blut ein Portrait der Meerjungfrau, doch währenddessen wird ihre Verfassung immer schlechter und sie stirbt. Der Künstler zerlegt ihre Leiche, doch währenddessen stürmt die Polizei seine Wohnung und es zeigt sich, daß das Portrait, das er malte, seine Frau darstellt und er ihren Körper zerstückelt hat.
Originaltitel: Za ginipiggu 5: Notorudamu no andoroido
Der Film handelt von einem Wissenschaftler, der eine Heilungsmöglichkeit für die schwere Krankheit seiner Schwester sucht. Dazu braucht er ein Versuchskaninchen (engl.: guinea pig), welches er von einem Fremden angeboten bekommt. Der Wissenschaftler akzeptiert und der Fremde bringt ihm einen Körper. Nachdem die ersten Experimente schieflaufen, wird der Wissenschaftler wütend und zerhackt den Körper. Der Fremde kommt wieder und bringt dem Wissenschaftler einen weiteren Körper, damit dieser die Experimente fortsetzen kann.
Originaltitel: Za ginipiggu 6: Peter no akuma no joi-san
Devil Woman Doctor erzählt die Geschichte einer Ärztin, die in Wirklichkeit ein Transvestit ist und jeden ihrer Patienten verstümmelt und tötet. Diese Episode der Guinea-Pig-Reihe ist weniger ein Horrorfilm als eine extrem gewalttätige Slapstick-Komödie.
Originaltitel: Za ginipiggu 7: Zansatsu supeshyaru
Der siebte und letzte Teil der Reihe ist vielmehr eine Art Best-Of und enthält die besten und grausamsten Szenen der ersten Filme.
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