République de Guinée
Republik Guinea
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| Wahlspruch: Travail, Justice, Solidarité
| (
frz., „Arbeit, Gerechtigkeit, Solidarität“)
| Amtssprache | Französisch
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| Hauptstadt | Conakry
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| Staatsform | Präsidialrepublik
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| Präsident | Lansana Conté
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| Regierungschef | Cellou Dalein Diallo
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| Fläche | 245.857 km²
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| Einwohnerzahl | 9.467.866 (S 2005)
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| Bevölkerungsdichte | 38,5 Einwohner pro km²
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| BIP/Einwohner | 403 *] (2004)
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| Unabhängigkeit | 2. Oktober 1958
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| Währung | Guinea-Franc
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| Zeitzone | UTC-2
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| Nationalhymne | Liberté
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| Kfz-Kennzeichen | RG
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| Internet-TLD | .gn
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| Vorwahl | +224
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| Guinea-Pos.png
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| Guinea.png
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Galleryforest 300.jpg bei Simandou]]
Guinea (frz.: La Guinée *) ist ein Staat in Westafrika, der an Guinea-Bissau, Senegal, Mali, Liberia, Sierra Leone, die Elfenbeinküste und den Atlantik grenzt. Seine Unabhängigkeit erlangte die ehemalige französische Kolonie am 2. Oktober 1958. Trotz seiner Bodenschätze leben der Großteil der Bürger in Armut, diese wurde durch Versuche zur Etablierung des Kommunismus und die Diktatur Sékou Tourés noch verstärkt.
Geographie
Guinea befindet sich in
Westafrika zwischen 7° und 12° nördlicher
Breite und 8° und 15° westlicher
Länge. Insbesondere der Mittel- und Südostteil des Landes befindet sich auf der
Oberguineaschwelle. Ein Teil davon ist das bis 1.537 m hohe Bergland von
Futa Djalon in der westlichen Mitte des Landes. Der
Mount Nimba, der sich im äußersten Südosten des Landes an der Grenze zur
Elfenbeinküste befindet, ist mit 1.752 m der höchste Berg beider Staaten.
Die Lebensräume variieren vom Regenwald im Hochland bis zum Savannen-Grasland.
Die größten Städte sind (Stand 1. Januar 2005):
Siehe auch: Liste der Städte in Guinea
Bevölkerung
Die in Guinea vorherrschende Religion ist der sunnitische Islam.
Neben der Amtssprache Französisch werden Ful (Peulh, Fula), Malinke und Susu sowie weitere einheimische Sprachen gesprochen.
Bevölkerung: 9.467.866 (2005)
Altersstruktur:
- 0-14 Jahre: 44,4 %
- 15-64 Jahre: 52,4 %
- 65 Jahre und älter: 3,2 %
Bevölkerungswachstum: 2,37 % (2004)
Ethnische Gruppen: Fulbe (Felatta) 40 %, Malinke 30 %, Susu 20 %, kleinere ethnische Gruppen (Kpèlè, Kissi, Toma, Baga) 10 %
Religion: Muslime 88 %, traditionelle Religionen 7 %, Christen 5 %
Geschichte
1726 entstand im
Fouta Djalon, im heutigen Mittelguinea, die
Fulbe-Theokratie. Sie endete
1905 mit der Deportation des letzten
Königs von
Labé,
Alpha Yaya nach
Dahomey.
Ab
1850 begannen systematische Kolonisierungsversuche durch
Frankreich, die auf zum Teil heftigen Widerstand stießen, vor allem im heutigen Oberguinea unter der Führung von
Samory Touré.
1892/
1893 wurde das heutige Guinea als Teil
Französisch-Westafrikas französische Kolonie.
Am
2. Oktober 1958 entschied Guinea sich in einer Volksabstimmung als einzige französische Kolonie in Afrika für die vollständige
Unabhängigkeit. Es folgte die Ausrufung der Ersten Republik mit
Sékou Touré als Staatspräsidenten; es kam zum Bruch mit Frankreich.
Im November 1958 nahm man diplomatische Beziehungen zur Bundesrepublik
Deutschland auf.
Im November
1970 erfolgten die
portugiesische Landung in Guinea und ein Umsturzversuch von Exilguineern, der jedoch scheiterte.
Nach dem Tod Sekou Tourés am
26. März 1984 übernahm am
3. April 1984 der Oberst
Lansana Conté die Macht, gestützt auf ein Militärkomitee. Es kam zur Proklamation der 2. Republik.
Nach Ausbruch des Bürgerkriegs
1990 in den Nachbarländern
Liberia und
Sierra Leone kamen Tausende von Flüchtlingen nach Guinea; zeitweise bis zu 700.000. Noch heute (Stand 2004) sind es ca. 150.000.
Am 19. Dezember
1993 wurde in der ersten demokratischen Präsidentschaftswahl General
Lansana Conté als Präsident bestätigt. Es folgte die Ausrufung der 3. Republik im Januar
1994.
In den darauf folgenden Jahren kam es zu Aufständen, die im Februar
1996 in die Niederschlagung einer Militärrevolte gipfelten.
Am
18. Dezember 1998 wurde Präsident Lansana Contée mit 54 % der abgegebenen Stimmen für weitere fünf Jahre im Amt bestätigt, wobei die
Oppositionsparteien allerdings von massivem
Wahlbetrug sprechen. Schon tags darauf werden mehrere Oppositionspolitiker verhaftet. Contée ernennt am
8. März 1999 den Präsidenten des Obersten Gerichtshofes,
Lamine Sidimè vom „
Parti de l’unité et du progrès“ (PUP), zum neuen Regierungschef.
Von September
2000 bis März
2001 wehrte man Angriffe sierraleonischer und liberianischer Rebellen auf das guineische Staatsgebiet ab.
Im November 2001 wurden durch ein umstrittenes Referendum zur Verfassungsänderung, u. a. die rechtlichen Voraussetzungen für einen Verbleib von Staatspräsident Lansana Contée im Amt über 2003 hinaus geschaffen.
Bei einem Gipfeltreffen der Staatspräsidenten von Guinea, Liberia und Sierra Leone in Rabat im Februar
2002, wurden Wege zur Beilegung des Regionalkonflikts erörtert.
Im Juni 2002 endeten die von wichtigen Oppositionsparteien boykottierten, nicht demokratisch verlaufenen Parlamentswahlen mit einem klaren Sieg der Präsidentenpartei PUP.
Politik
Nach der Verfassung von 1991 ist Guinea eine Präsidialrepublik. Der Präsident wird nach der letzten Verfassungsänderung vom November 2001 für eine Amtszeit von sieben Jahren (vorher fünf Jahre) direkt vom Volk gewählt. Das aus einer Kammer bestehende Parlament, die Nationalversammlung, setzt sich aus 114 Abgeordneten zusammen. Wichtigste Parteien sind der Parti de l’Unité et du Progrès (PUP), der Rassemblement du Peuple Guinéen (RPG), der Parti du Renouveau et du Progrès (PRP) und die Union pour la Nouvelle République (UNR). Guinea gliedert sich verwaltungsmäßig in vier so genannte Supraregionen, 30 Regionen und den Hauptstadtdistrikt.
Bildung
In Guinea herrscht eine Analphabetenquote von 70 %, die Einschulungsrate im Primärschulbereich liegt bei etwa 50 %, im Sekundärbereich bei 10 % und im Hochschulbereich bei 1 %.
In Guinea gibt es zwei Universitäten, in der Hauptstadt Conakry und in Kankan, bei denen insgesamt etwa 6.000 Studenten eingeschrieben sind.
Verwaltung
Guinea wird inoffiziell in die Regionen Niederguinea, Oberguinea, Fouta Djalon und Waldguinea, offiziell aber in 33 Präfekturen und die Sonderzone Conakry eingeteilt. Die Präfekturen sind:
Beyla, Boffa, Boké, Coyah, Dabola, Dalaba, Dinguiraye, Dubréka, Faranah, Forécariah, Fria, Gaoual, Guéckédou, Kankan, Kérouané, Kindia, Kissidougou, Koubia, Koundara, Kouroussa, Labé, Lélouma, Lola, Macenta, Mali, Mamou, Mandiana, Nzérékoré, Pita, Siguiri, Télimélé, Tougué und Yomou.
Wirtschaft
Guinea gehört zu den ärmsten und industriell am wenigsten entwickelten Ländern der Erde.
Basisdaten
Einige Kennziffern der
Wirtschaft Guineas:
- Anteil der Wirtschaftssektoren an der Gesamtwirtschaft''
- Landwirtschaft: 24 %
- Industrie: 31 %
- Dienstleistungen: 45 %
- Bruttosozialprodukt pro Kopf: 430 Euro
- Durchschnittl. Jahreseinkommen je Einwohner: 190 Euro
- Inflation: 3,5 %
- Bodenschätze in Guinea: Bauxit, Uran, Diamanten
- Wichtige landwirtschaftliche Erzeugnisse: Kaffee, tropische Früchte, Fisch, Holz
Staatsausgaben
Zwischen
1991 und
1999 lag der Anteil der Staatsausgaben für
Kultur
Sport
Fußball ist der beliebteste Sport in Guinea. Trotz fehlender internationaler Erfolge erfreut sich die Nationalmannschaft Guineas, "Le Sylli National" genannt, großer Beliebtheit. Die bekanntesten Spieler sind
Kaba Diawara (früher bei
Girondins Bordeaux und
Olympique Marseille aktiv),
Pascal Feindounou (
AS Saint-Etienne) und
Pablo Thiam (
VfL Wolfsburg). Unvergessen ist
Titi Camara, früherer Publikumsliebling und Spieler bei Champions-League-Sieger
FC Liverpool.
Bekannte Personen aus Guinea
Weblinks
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