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Guillaume Farel (* 1489 in Gap in der Dauphiné; † 13. September 1565 in Neuenburg) war ein Reformator der französischen Schweiz sowie Vorgänger und Mitarbeiter Johannes Calvins.
Seine öffentliche Disputation in letztgenannter Stadt über die Unterscheidungslehren der römischen und protestantischen Kirche (1524) endete mit einem glänzenden Sieg über seine Gegner. Dennoch erzwangen dieselben bald darauf seine Entfernung. Farel reformierte seitdem in Montbéliard (1525), Aigle (1526), in der ganzen südwestlichen Schweiz, vorzugsweise in Neuenburg, wo 1530 die neue Lehre eingeführt wurde.
In Genf konnte er erst 1533 festen Fuß fassen und verteidigte bei dem Religionsgespräch im Januar 1534 dem Rat gegenüber die reformierte Lehre so siegreich, dass dieser im August 1535 die Reformation annahm.
Von hoher Bedeutung für das Reformationswerk in Genf war, dass Farel 1536 den durchreisenden Calvin zum Bleiben zu bewegen vermochte.
Als 1538 der Rigorismus beider Reformatoren ihre Ausweisung aus Genf bewirkt hatte, wählte Farel Neuenburg zum Hauptort seiner Tätigkeit; aber auch hier veranlasste sein rücksichtsloser Eifer Unruhen. Nach neuen Missionsreisen in Frankreich starb Farel.
Seine Schriften sind meist Gelegenheitsschriften ohne theologische Bedeutung; seine Stärke war das mündliche, von glühendem Eifer eingegebene Wort.
Eine Statue von Guillaume Farel steht am Genfer Reformationsdenkmal.
Reformator | Reformierter Theologe (16. Jh.) | Franzose | Mann | Geboren 1489 | Gestorben 1565
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