| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Gudensberg.png | karte_gudensberg_in_hessen.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Kassel |
| Landkreis: | Schwalm-Eder-Kreis |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 228 m ü. NN |
| Fläche: | 46,5 km² |
| Einwohner: | 9.111 (31. Dezember 2004) |
| Bevölkerungsdichte: | 196 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 34281 |
| Vorwahl: | 05603 |
| Kfz-Kennzeichen: | HR |
| Gemeindeschlüssel: | 06 6 34 007 |
| Stadtgliederung: | 7 Stadtteile |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Kasseler Straße 2 34281 Gudensberg |
| Website: | www.gudensberg.de |
| E-Mail-Adresse: | info@gudensberg.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Dr. Edgar Franke (SPD) |
Im 10. Jahrhundert wurde der Hof Wodensberg in Gudensberg in Dreifelderwirtschaft betrieben. Gudensberg selbst wurde erstmals 1121 urkundlich erwähnt, als sich ein Giso IV. als Graf von Udenesberc bezeichnete. Der Name leitet sich vermutlich von Wotansberg ab, ein ortsnamestheoretischer Beleg, dass in altgermanischer Zeit dort von den Chatten der höchste germanische Gott verehrt worden sein dürfte. Noch 1672 wurde der Ort in einer Urkunde als Wutansberg bezeichnet.
Im Mittelalter wurde auf dem Berg eine Burg (die Obernburg) gebaut, die Sitz hessischer Gaugrafen war, die auf der nahegelegenen Mader Heide Ding hielten. Daher wurde die Grafschaft auch häufig Grafschaft Maden bezeichnet. Nach dem Aussterben der Gisonen 1122 gehörte Gudensberg bis 1247 den Landgrafen von Thüringen, die sich dann teilweise Grafen von Gudensberg, teilweise Grafen von Hessen nannten. Der Ort erlebte eine Blütezeit, mit der ersten Ummauerung von etwa 1170 bis 1180 und der Erwähnung als Stadt 1254 mit städtischer Verfassung zu Beginn des 13. Jahrhunderts. 1247 wurde Heinrich I., Sohn der Hl. Elisabeth, auf der Mader Heide zum ersten Landgrafen von Hessen ausgerufen. Mit der Teilung Thüringens fiel Gudensberg an die Landgrafschaft Hessen und verlor seine politische und administrative Bedeutung. 1300 verlegte Landgraf Heinrich I. seine Residenz von Gudensberg nach Kassel und Gudensberg verlor an Bedeutung. 1324 wird jedoch Gudensberg nochmals als die Hauptstadt vom Nyderlandt zu Hessen erwähnt. 1365 wurde das Hospital Heiliger Geist für Aussätzige gegründet.
In den zahlreichen Fehden zwischen dem Erzbistum Mainz und der Landgrafschaft Hessen war Gudensberg einer der Hauptstützpunkte Hessens und erlitt wiederholt schweren Schaden. Am 2. September 1387 wurde Gudensberg und die Wenigenburg, jedoch nicht die Obernburg, von mainzischen Truppen eingenommen und eingeäschert. Ein Jahr später zerstörte Erzbischof Adolf von Mainz alles was im Vorjahre der Verwüstung entgagen war. Mathias Merian Gudensberg Reproduktion.JPG Wiederholt suchten Brandkatastrophen die Stadt heim. 1587 wurde dei Stadt durch Unachtsamkeit verwüstet. 1640 wurde Gudensberg während des 30jährigen Krieges durch kaiserliche Truppen gebrandschatzt. Bei dieser Plünderung verlor der Philosoph und Theologe Daniel Angelocrater sein gesamtes Hab und Gut. Tilly berief 1626 einen Landtag der hessischen Städte in Gudensberg ein, auf dem er vergeblich die Abdankung des Landgrafen Moritz zu erzwingen versuchte. Am 14. August 1666 wurde in Gudensberg der Theologe Conrad Mel geboren. 1709 grub Landgraf Karl (Hessen-Kassel) die Mader Heide aus und entdeckte eisenzeitliche Siedlungen.
Im siebenjährigen Krieg wurde 1761 die noch zum Teil erhaltene Obernburg durch Beschuss von britischen Truppen unter Führung von John Manners schwer beschädigt. 1806 plünderten französische Truppen die Reste der Obernburg und zerstörten sie völlig. Die Stadttore wurden als Verkehrshindernisse 1823 abgerissen.
Am 24. September 1853 wurde in Gudensberg der Historiker Hugo Brunner geboren.
Maden war zur Zeit der Chatten einer ihrer Hauptorte (das von Tacitus bezeugte Mattium?), und am Mader Stein fanden ihre Things statt. Die erste Erwähnung als 'Mathanon in pago Hassorum' stammt um 800 aus dem Breviarium Lulli. Maden ist somit eines der ältesten urkundlich erwähnten Dörfer Hessens und feierte im Jahr 2000 sein 1225-jähriges Bestehen. 1046 wurde Maden urkundlich als Madanum, 1061 als Madena und 1295 als major Maden erwähnt. Kaiser Otto der Große sprach Maden dem Erzbischof von Mainz zu.
Graf Werner IV. von Maden gründete 1113 das Benediktinerkloster Kloster Breitenau bei Guxhagen. Nach seinem Tod 1121 gingen die Herrschafts- und Besitzrechte auf Graf Giso von der Burg Hollende über. Die niedere Gerichtsbarkeit basaßen seit dem 14. Jahrhundert Alb. Lugelin, Gerlach von Linne und die von Holzsadel. Maden war die Malstätte der Grafschaft Hessen. 1325 hieß es...Grafschaft und Landgericht zu Hessen, das man nennt das Gericht zu Maden. 1408 wurde erstmals der Wodanstein in Maden erwähnt.
Zwischen Maden und Gudensberg liegt die historisch bedeutsame Mader Heide.
| SPD | 11 Sitze |
| CDU | 8 Sitze |
| Grüne | 3 Sitze |
| FDP | 2 Sitze |
(Stand: Kommunalwahl am 26. März 2006)
Im Stadtkern finden sich diverse historische Gebäude, meist Fachwerkbauten, darunter das alte Amtshaus mit seinem Renaissance-Portal, das Pfarrhaus aus dem Jahre 1642, der 1643 errichtete Renthof sowie als ältestes Gebäude der Stadt das 1596 errichtete Ackerbürgerhaus. Die evgl. Kirche St. Margarete ist ein gotischer Bau aus dem 14. Jahrhundert mit An- und Umbauten aus dem 15.-16. Jahrhundert. An der Kasseler Straße, Ecke Fritzlarer Straße, befindet sich das Hospital zum Heiligen Geist, 1365 für Aussätzige gegründet, jedoch bis ins 18. Jahrhundert mehrfach umgebaut. Das klassizistische Rathaus stammt aus dem Jahre 1839. In der Altstadt befindet sich außerdem der Alte Friedhof mit historischen Grabsteinen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. Interessant ist ein Hufeisenabdruck auf einem Stein der Kirchhofsmauer: auf diesem Stein soll das Pferd Karl des Großen gestanden haben, als er bei der heutigen Wüstung Karlskirchen bei dem nahen Odenberg eine Schlacht geschlagen habe.
Schöne Bergkegel in der Nähe von Gudensberg sind der Maderstein am Rande der Mader Heide, der Odenberg, der Nenkel und der Wartberg.
Die Einstellung des Personenverkehrs erfolgte am 31. Dezember 1954. Danach nutzte ein Gudensberger Verpackungsmaschinenhersteller nur noch einmal wöchentlich die Strecke zur Auslieferung seiner Produkte. Die Gleise wurden um 1980 entfernt, und der Bahndamm wird heute als Rad- und Fußweg genutzt.
This article is licensed under the GNU Free Documentation License.
It uses material from the
"Gudensberg".
Home Page • arts • business • computers • games • health • hospitals • home • kids & teens • news • physicians • recreation• reference • regional • science • shopping • society • sports • world