- | Grumman A-6 Intruder | - | - |
- | Beschreibung | - | - | Aufgabe | Trägergestützter Angriff / Elektronische Kriegführung | - | Besatzung | Zwei, Pilot & Bombardier/Navigator (B/N) | - | Abmessungen | - | - | Länge | 16,60 m | - | Spannweite | 16,20 m | - | Höhe | 4,75 m | - | Flügelfläche | 49,10 m² | - | Gewichte | - | - | Leer | 11.626 kg | - | Maximales Startgewicht | 27.496 kg | - | Antrieb | - | - | Triebwerke | 2 x Pratt & Whitney J52-P8B | - | Schub | je 41 kN | - | Leistungen | - | - | Höchstgeschwindigkeit | 563 kts | 1.043 km/h | - | Kampfreichweite | 1.734 km | - | Überführungsreichweite | 5.222 km | - | Dienstgipfelhöhe | 40.600 ft | 12.400 m | - | Steigrate | 7.620 ft/min | 2.323 m/min | - | Bewaffnung |
|---|---|---|
| 1 zentrale + 4 Flügelpylone mit je 1633 kg Anhängelast; Bomben, lasergelenkte Bomben, AGM-12 Bullpup, spätere Modelle auch AGM-45 Shrike, AGM-62 Walleye, AGM-65 Maverick, AGM-84 Harpoon, AGM-88 HARM; Nuklearwaffen B57 und B61; ECM-Sender, ungelenkte Raketen, Tankbehälter und Minen. | ||
Die Grumman A-6 Intruder war ein zweisitziges Angriffsflugzeug der US-Marine, das abgeleitete Modell EA-6 Prowler ein Flugzeug für die elektronische Kampfführung. Die A-6 war zwischen 1960 und 1997 im Dienst, die EA-6 wird seit 1970 eingesetzt.
Ab Mitte der 1960er bis weit in die 1990er war die A-6 das wichtigste Angriffsflugzeug der Navy und des Marine Corps. Intruders wurden zum ersten Mal im Vietnamkrieg eingesetzt. Ihre hohe Reichweite und Traglast, gepaart mit ihrer Allwetterfähigkeit, machten die A-6 schon bald unverzichtbar. Während ihrer Tiefflugeinsätze waren die Flugzeuge allerdings durch Flugabwehrfeuer gefährdet. In acht Jahren Vietnamkrieg verloren die Marine und das Marine Corps 68 Intruders durch Feindeinwirkung.
Die nächsten Kampfeinsätze erfolgten 1983 über dem Libanon. Eine Intruder und eine Vought A-7 gingen dabei verloren. 1986 drangen Intruders der USS Coral Sea (CV-43) gemeinsam mit General Dynamics F-111 der amerikanischen Luftwaffe in den gut verteidigten Luftraum Libyens ein, versenkten eine libysche Korvette und griffen weitere Ziele als Vergeltung für die libysche Beteiligung am Bombenanschlag auf die Berliner Diskothek La Belle an. 1988 griffen Intruders der USS Enterprise (CVN-65) iranische Patroullienboote an und versenkten eines, und griffen weiterhin die Fregatten Sahand (gesunken) und Sabalan an.
Während der Operation Wüstensturm griffen 90 Intruders der Marine und 20 Stück des Marine Corps Ziele im Irak an, wobei sie fast 5.000 Einsätze flogen. Fünf Intruders gingen verloren, davon vier durch Feindeinwirkung. Nach dem Krieg halfen Intruders auch bei der Überwachung der irakischen Flugverbotszonen.
Ursprünglich sollte die Intruder ab Anfang der 1990er Jahre durch die A-12 Avenger II ersetzt werden. Dieses Tarnkappen-Flugzeug wurde auf Grund explodierender Kosten jedoch nie zu Ende entwickelt. Die A-6 musste noch einige Jahre im Dienst verbleiben, bis die vergrößerten F/A-18-Modelle E und F zur Verfügung standen. Diese reichen jedoch nicht an die Reichweite und Tragfähigkeit der A-6 heran.
Die letzten Intruders gingen am 19. Dezember 1996 außer Dienst. Einige Flugzeuge wurden dazu verwendet, künstliche Riffe zu bauen, die meisten wurden jedoch auf dem Flugzeugfriedhof in Davis Monthan für eine mögliche spätere Verwendung eingelagert. Ihre Schwestervariante für Elektronische Kampfführung, die EA-6 Prowler, ist bis heute ein wichtiges Unterstützungsflugzeug und wird noch viele Jahre lang fliegen.
Insgesamt wurden 488 A-6A produziert, darunter sechs Prototypen. Viele dieser Flugzeuge wurden später zu anderen Varianten umgebaut.
In den frühen 1990ern wurden einige A-6E einem Kampfwertsteigerungsprogramm unterzogen, damit sie die neuesten Präzisionswaffen einsetzen konnten, darunter AGM-65 Maverick, AGM-84 Harpoon und AGM-88 HARM. Sie erhielten außerdem einen GPS-Empfänger und neue INS- und TACAN-Systeme. Nachdem viele Flügel Materialermüdungserscheinungen zeigten, wurden etwa 85 % der Flotte mit neuen Flügeln aus Verbundwerkstoffen (Graphit/Epoxy/Titan/Aluminium) ausgestattet.
Insgesamt gab es 445 Flugzeuge des Typs A-6E, davon 240 Umbauten aus alten A-6A/B/C.
Fünf Prototypen wurden gebaut. Die Navy wollte die A-6F schließlich aber doch nicht beschaffen und sich ganz auf die A-12 Avenger II konzentrieren. Dies brachte die Navy in Schwierigkeiten, als das A-12-Programm 1991 abgebrochen wurde.
Grumman bot mit der A-6G eine kostengünstigere Variante an, die zwar die fortschrittliche Elektronik der A-6F besaß, aber die J52-Triebwerke beibehielt. Diese Idee wurden ebenfalls nicht weiterverfolgt.
Lediglich 28 EA-6As wurden gebaut (zwei Prototypen, 15 Neubauten und 11 Umbauten aus A-6A), die in Marine-Corps-Staffeln im Vietnamkrieg dienten. Mitte der 1970er Jahre wurden sie aus dem aktiven Dienst genommen und zunächst in Reserve-Staffeln des USMC weiterverwendet. In der Praxis hatte sich gezeigt, dass eine zweiköpfige Besatzung zur Bedienung der komplexen ECM-Systeme häufig nicht ausreichend war. Später wurden die Flugzeuge von der US Navy übernommen. Sie dienten fortan als Agressor-Flugzeuge, die mit ihrer Elektronikausrüstung anfliegende sowjetische Bomberverbände und Lenkflugkörper simulierten, um die Besatzungen der Navy-Schiffe in der Abwehr derartiger Bedrohungen zu trainieren. Die letzten gingen am 1. Oktober 1993 in Key West außer Dienst.
EA-6B Prowler Start.jpg]] Dafür musste der Rumpf um 1,36 m gestreckt werden. Auch eine Verstärkung der Zelle war notwendig, um mit großen Lasten wieder auf dem Flugzeugträgerdeck landen zu können.
Die erste EA-6B, eine umgebaute A-6A, hob am 25. Mai 1968 mit Don King am Steuer zum Jungfernflug ab. Eine zweite Maschine folgte im August 1968. Schon ab Oktober 1970 wurde die Ausbildungseinheit VAQ-129 mit der Prowler ausgerüstet. Ihre Feuertaufe bestand die EA-6B ab 1972 im Vietnam-Krieg. Seither ist das Störflugzeug, das zum Schutz der Bomber tief über feindlichem Gebiert operiert, bei allen wichtigen Kriegen der Amerikaner dabei gewesen.
Äußerlich blieb die Prowler in den vergangenen drei Jahrzehnten fast unverändert, doch die Elektronik wurde ständig den neuesten Erfordernissen angepasst. Im Mittelpunkt stand dabei die Ausweitung des abgedeckten Frequenzbereichs. Einen erheblichen Leistungssprung soll jetzt die ICAP-III-Version bringen, die einzelne Radare gezielt stören wird. Dazu kommen neue Anzeige- und Kommunikationssysteme. Die für die Prowler entwickelte Elektronik ist auch Basis für die Ausrüstung des Nachfolgemodells EA-18 Super Hornet. Bis zu dessen Einführung wird die EA-6B aber wohl noch mindestens zehn Jahre in vorderster Front ausharren müssen. Eine Reihe von Flugzeugen erhält daher neue Tragflächen.
Militärischer Flugzeugtyp | Vietnamkrieg
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