| Wappen | Karte |
|---|---|
| Wappen Gruibingen.png | Karte_Gruibingen_in_Deutschland.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Baden-Württemberg |
| Regierungsbezirk: | Stuttgart |
| Landkreis: | Göppingen |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 565 m ü. NN |
| Fläche: | 23,05 km² |
| Einwohner: | 2245 (30. Juni 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 97 Einwohner je km² |
| Ausländeranteil: | 6,7 % |
| Postleitzahl: | 73344 |
| Vorwahl: | 07335 |
| Kfz-Kennzeichen: | GP |
| Gemeindeschlüssel: | 08 1 17 028 |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: | Hauptstraße 18 73344 Gruibingen |
| Offizielle Website: | www.gruibingen.de |
| E-Mail-Adresse: | info@gruibingen.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Roland Schweikert |
Erstmals urkundlich wurde der Ort 861 festgehalten. In einem Stiftungsbrief wurde unter anderem das Kloster von Wiesensteig als in griubingaro marco liegend bezeichnet. Verschiedene Hinweise in Zusammenhang mit der Klosterstiftung deuten darauf hin, dass Gruibingen damals immer noch ein wichtiger Herrschaftspunkt war und die Klosterstiftung möglicherweise von Gruibingen ausgegangen sein könnte.
Dennoch gelang es keiner dieser Grundherrschaften, eine Ortsherrschaft aufzubauen. Gruibingen verfügte weiterhin über die hohe Gerichtsbarkeit, ein eigenes Maß und ein uraltes Marktrecht. Im 15. Jahrhundert wurde es sogar als Freidorf bezeichnet, was die Bedeutung nochmals unterstreicht.
Erst zwischen 1418 und 1533 wurde Gruibingen der Status eines Freidorfes von der Herrschaft Württemberg aberkannt und es wurden die alten Freiheiten und Rechte eingeschränkt. Während der Reformation wurde der Ort an der Seite Württembergs evangelisch. Von nun an lag Gruibingen nicht nur an der Herrschaftsgrenze zwischen dem Herzogtum Württemberg und der Grafschaft Helfenstein, sondern auch an einer Glaubensgrenze zwischen der evangelischen und der katholischen Konfession, was die weitere Entwicklung beeinflussen sollte.
Während des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) gab es Not und Elend; es starben durch Kriegseinwirkungen, Seuchen und Krankheiten 131 Männer. Gegen Ende des Krieges 1647 wurde das Dorf geplündert und in Brand gesteckt. 130 Häuser und Scheunen brannten nieder.
Bereits 21 Jahre später gab es eine weiter Brandkatastrophe, die durch einen Dorfschmied ausgelöst wurde und welcher der ganze Ort, mit Ausnahme von Kirche, Pfarrhaus, Fruchtkasten, Zehntscheuer und einem einzigen Bauernhaus zum Opfer fiel. Sieben Menschen kamen in den Flammen um.
Der Ort konnte nicht wieder zu seiner ursprünglichen Größe heranwachsen und 1712 heißt es sogar, dass „durch den Flecken keine Strass durchgehet“. Die wirtschaftlichen Verhältnisse beschränkten sich weitgehend auf eine kleinbäuerliche Landwirtschaft und wenige Handwerker.
Gruibingen war von der Industrialisierung im 19. Jahrhundert weitestgehend abgeschnitten, die Bewohner lebten weiterhin von der Landwirtschaft und den kleinen Nebengewerben.
Erst im 20. Jahrhundert boten sich Erwerbsmöglichkeiten auch außerhalb der Landwirtschaft. Seit dem Zweiten Weltkrieg entwickelte sich Gruibingen zu einem stattlichen Dorf mit guter Infrastruktur, mehreren Handwerksbetrieben und mittelständischen Unternehmen.
| Datum | Einwohner |
|---|---|
| 1837 | 933 |
| 1907 | 926 |
| 17. Mai 1939 | 945 |
| 13. September 1950 | 1.248 |
| 27. Mai 1970 | 1.467 |
| 31. Dezember 1983 | 1.709 |
| 31. März 2004 | 2.270 |
| FWG | 80,6 % | -2,1 | 8 Sitze | ±0 |
| Frauenliste | 19,4 % | +2,1 | 2 Sitze | ±0 |
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