Die Grube Anna war ein Steinkohlebergwerk des Eschweiler Bergwerks-Vereins (EBV) in Alsdorf / Nordrhein-Westfalen (Aachener Revier).
Die erste Steinkohle wurde dort 1854 gefördert. 1865 übernahm der EBV die Grube, welche in späteren Jahren die wichtigste Grube des Aachener Reviers werden sollte. Westlich der Schachtanlage Anna entstand die Schachtanlage Anna II. Später wurden beide Anlagen zu einem Verbundbergwerk zusammengelegt und unterirdisch auch mit den benachbarten Gruben verbunden.
Am 21. Oktober 1930 kam es auf Anna zum schwersten Unglück in der Bergbaugeschichte im Aachener Revier und zum zweitschwersten Unglück in der deutschen Bergbaugeschichte. Eine Gasexplosion ereignete sich im Bereich des Eduardschachtes (Anna II), welche so heftig war, dass der Förderturm am Schachtausgang umstürzte und in ein umliegendes Gebäude fiel. Die Katastrophe forderte 304 zum Teil schwer Verletzte, 270 Bergleute und eine Frau wurden getötet.
Zeitweise befand sich auf Grube Anna die größte Kokerei Westeuropas.
Am 31. Dezember 1983 wurde die Kohleförderung eingestellt. Die Kokerei erhielt ihre Kohle von der Grube Emil Mayrisch in Siersdorf. Kurz vor der Schließung auch dieser Grube wurde im Herbst 1992 die Kokerei stillgelegt und abgerissen. In den folgenden Jahren wurde das Zechengelände in neue Geschäfts- und Industriegebiete umgewandelt. An die Alsdorfer Bergbaugeschichte erinnern nurmehr die Bergehalden, ein als Denkmal stehengelassener Förderturm und einige Betriebsgebäude. In diesen hat unter anderem ein Bergbaumuseum seinen Sitz.
Auf einem großen Teil des ehemaligen Grubengeländes befinden sich mittlerweile Wohnungen und ein kleineres Einkaufszentrum.
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