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Ein Groupie (englisch) ist eine meist weibliche Person, die ihre sexuelle Aufmerksamkeit einem angehimmelten Idol oder Star aus der Kunst und Kultur, zumeist aus der Rockmusik-Szene, widmet. Das Groupietum geht weit über das „normale“ Verhalten eines Fans hinaus, ohne jedoch als Stalker zu gelten, da von den Empfängern zumeist erwünscht und erwartet.

Groupies reisen oft mit den von ihnen begehrten Stars mit und teilen ihre Lebensweise, wozu nicht selten Drogen- und Alkoholexzesse gehören. Gelegentlich wandern Groupies von einem Musiker zum anderen. Öfters gehen sie auch Beziehungen ein, die von längerer Dauer sind. Kennzeichnend für diese Art der Beziehung ist auch eine gewisse emotionale und finanzielle Abhängigkeit. Eine Ehe gehen die Stars mit ihren Groupies in der Regel nicht oder nur äußerst selten ein.

Geschichte


Die ersten „Groupies“ gab es bereits Mitte der 1940er Jahre, als Frank Sinatra bei öffentlichen Auftritten von tausenden kreischenden (weiblichen) „Bobby-Soxern“ im Teenageralter umschwärmt wurde. Zu einem kulturellen Phänomen wurden sie aber in den 1960er Jahren mit dem Aufkommen der Popkultur und der sexuellen Revolution. Eine bekannte Groupieorganisation waren die GTOs aus den späten 1960er Jahren im Umfeld von Frank Zappa. Pamela Des Barres, die zu ihnen gehörte, schrieb später über diese Zeit ein Buch. Es war oft üblich, dass sich Groupies durch die komplette Roadcrew eines Stars bis zu diesem „hochschliefen“. Frank Zappa kreierte dafür in seinem Werk Joe's Garage von 1979 den abfälligen Ausdruck crew slut (etwa: Gruppenschlampe). Der Umgang mit den Groupies von Seiten der Rockbands und ihrer Crews war häufig von Abwertung, Verachtung und teilweise körperlicher Gewalt bestimmt (häufig unter starker Einwirkung von Drogen), es gab jedoch auch Ausnahmen, wo die von einem starken Machtgefälle bestimmten Begegnungen zu echten Liebesbeziehungen führten.

Im Zeitalter von AIDS verlor das Groupietum für viele junge Frauen nachhaltig an Attraktivität. Heute ist der Begriff weitgehend aus dem Sprachgebrauch verschwunden.

Als "bekanntesten Groupie" kann man in jedem Fall Yoko Ono nennen, welche zur Zeit ihrer Liason mit John Lennon die Fans der Beatles spaltete, da sie oftmals nur als eine Frau, die die Gunst der Stunde ergriffen hatte, angesehen wurde.

Homosexuelle Rockstars wie Elton John und Freddie Mercury hatten auch männliche Groupies.

Groupies im Film


Der Film This is Spinal Tap nahm 1984 auf satirische Art das Groupieleben aufs Korn. Auch der 1999 gedrehte Film Almost Famous – Fast berühmt mit Kate Hudson spielt im selben Milieu. In der 2002 gedrehten Komödie Groupies Forever (Originaltitel: The Banger Sisters) spielen Goldie Hawn und Susan Sarandon zwei in die Jahre gekommene ehemalige Groupies.

Trivia


Groupies in der Formel 1 nennt man umgangssprachlich Boxenluder.

Bekannte Groupies


Songs über Groupies


Siehe auch


Literatur


  • Bebe Buell: Rebel Heart: An American Rock 'n' Roll Journey. St. Martin's Press, 2001, ISBN 0312266944
  • Connie Hamzy: Rock Groupie: The Intimate Adventures of „Sweet Connie“ from Little Rock. Spi Books, 1995, ISBN 1561713619
  • Pamela Des Barres: Take Another Little Piece of My Heart: A Groupie Grows Up. William Morrow & Co, 1992, ISBN 0688091490
  • Pamela Des Barres: I'm with the Band: Confessions of a Groupie. New English Library, 1989, ISBN 0450506371

Weblinks


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