| Flagge der Provinz | - | Flag Groningen.png | - | Basisdaten | - | Hauptstadt: | Groningen | - | Größte Stadt: | Groningen | - | NL: | NL-GR
| - | Website: | www.provinciegroningen.nl | - | Hymne: | Grönnens laid | - | Karte: Groningen in den Niederlanden | - | Groningen-Position.png | - | Politik | - | Königlicher Kommissar | Hans Alders | - | Bevölkerung | - | Einwohner: | 575.234 (1. Januar 2005) | - | - Rang: | 9. von 12 | - | - in % der Niederlande: | 3,5 % | - | Bevölkerungsdichte: | 246 Einwohner/km² | - | Geografie | - | Fläche: | 2.967 km² | - | - davon Land: | 2.344 km² (79,0 %) | - | - davon Wasser: | 623 km² (21,0 %) | - | - Rang: | 7. von 12 | - | - in % der Niederlande: | 6,8 % | - bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | - bgcolor="#FFFFFF" | Ausdehnung: | Nord-Süd: xx km West-Ost: xx km | - bgcolor="#FFFFFF" | Höchster Punkt: | 14,2 m | - bgcolor="#FFFFFF" | Tiefster Punkt: | xxx m | - | Verwaltungsgliederung | - | Gemeinden: | 25 | - | - davon Städte: | 3 |
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Die Provinz wird auch Stad en Ommelanden („Stadt und Umland“) genannt, weil historisch die Stadt Groningen (ursprünglich Sächsisch) und das umliegende Land (bis zum 15. Jahrhundert Friesisch) lange Zeit in Unfrieden miteinander gelebt hatten.
In der frühen Eisenzeit 600-400 v. Chr. mussten auch die tiefer liegenden Lehm-Gebiete besiedelt werden, da der Platz auf dem Sandrücken langsam knapp wurde. Seit dem Ende der Bronzezeit (700 v. Chr.) waren immer mehr Ingwäonen in die Gegend eingewandert. Dieser Volksstamm der Westgermanen stammte ursprünglich aus dem südlichen Skandinavien. Die Bezeichnung Ingwäonen ist von dem Namen des Gottes Inguz abgeleitet, als dessen Nachkommen sich die Friesen betrachten. Inguz ist ein anderer Name für den germanischen Gott Freyr. Andere Stämme der Ingwäonen waren z. B. die Sachsen, mit denen die Friesen eng verwandt waren.
Allerdings kann bis ca. 400-200 v. Chr. nicht von einer eigenen friesischen Volksgruppe gesprochen werden, da zwischen Texel (Niederlande) und Weser (Deutschland) immer noch eine homogene Kultur existierte. Im Gebiet des heutigen Groningen verschmolz die Volksgruppe der Friesen mit den Falen, die ursprünglich aus dem Gebiet nördlich der Ems stammten. Sie gehörten zu den Chauken. Erst ab 400-200 v. Chr. fanden bedeutende kulturelle Veränderungen statt. Dies hatte evt. mit dem erneuten Anstieg des Meeresspiegels zu tun, der durch den Beginn einer neuen Warmzeit eingeleitet wurde. Um die regelmäßige Überschwemmung ihrer Gehöfte, später ihrer ganzen Dörfer, zu verhindern, begannen die Friesen Erdwälle - sogenannte Wierden oder auch Warden (im deutschen Warften) zu errichten.
Da der Meeresspiegel mehrfach anstieg, und dieser Anstieg meist mit Sturmfluten einher ging, gab es auch mehrere Wierdenbau-Perioden, welche zeitlich mit dem Anstieg des Meeresspiegels übereinstimmen.
Es gibt drei verschiedene Perioden: Die erste 500 v. Chr. die zweite 200 v. Chr. bis 50 v. Chr., und die dritte 700. 250 waren der Anstieg des Meeresspiegels und die gleichzeitig stattfindenden Sturmfluten derart vehement, dass beinahe alle Friesen die Lehm-Gebiete verließen und erst 400 zurückkehrten.
Julius Caesar hatte das keltische Galizien (heute Frankreich und Belgien) zwischen 58 und 50 v. Chr. erobert und die Grenzen Roms dadurch bis zum Rhein verlagert. Erst als Kaiser Augustus 28 v. Chr. die Grenzen bis zur Elbe ausweiten wollte kamen die Friesen in den Einfluss der Römer. Das Groninger Gebiet war nur kurz unter Römischer Herrschaft. Drusus handelte 12 v. Chr. mit den Friesen einen Waffenstillstand aus und ließ sie eine regelmäßige Steuerabgabe in Form von Rinderhäuten leisten. Da die Abgaben aber immer höher wurden und die Römer sogar Frauen Kinder in die Sklaverei brachten lehnten sich die Friesen gegen die Besatzung auf. Bei der nachfolgenden Strafaktion erlitten die Römer eine Niederlage und zogen sich daraufhin aus dem Gebiet zurück.
Nach dem Tod Karls des Großen nahm der Einfluss der zentralen Macht ab. Die Dänen fielen immer häufiger ins Land ein und ab 840 lebten die Menschen im nördlichen Gebiet meist unter dänischer Herrschaft.
Um diese Zeit findet sich auch die erste schriftliche Erwähnung des ursprünglichen Namens „Villa Cruoninga“. Er wird erstmals in Zusammenhang mit einem Weiler 1040 genannt. Dieser lag ungefähr im heutigen Stadtzentrum.
Im 11. Jahrhundert begannen die Friesen im ganzen Gebiet entlang der nördlichen Küste mit dem Bau von 1.50m hohen Deichen. Im Schutz der Deiche liefen 4m breite Straßen, damit zwei Fuhrwerke einander passieren konnten. Schon früh etablierte sich ein ausgeklügeltes System zur Wartung und Kontrolle der Dämme. Die Friesen bewohnten ein Gebiet vom heutigen Den Haag bis zur Weser in Deutschland und befanden sich in einem Gebiet ohne politische Oberherrschaft. Nur Groningen und angrenzende Gebiete (Go und Wold – Gorecht) standen unter der Herrschaft des Bischofs von Utrecht. War also eigentlich Teil von Drenthe. Während der Herrschaft von Bischof Hartbert (1139 – 1150 entstand ein Aufstand in der Stadt Groningen nach dessen Niederschlagung der Bischof den Bürgern das Versprechen abnahm keine Mauer um ihre Stadt zu bauen. Ein Versprechen was sie nicht gehalten haben. Der Bischof verteilte großzügig an seine Familie. Sein älterer Bruder Ludolf erhielt die Präfektur der Stadt, sein jüngerer Leffart das Schloss zu Coevorden im Südosten von Drente und damit die Kontrolle über den einzigen Weg durch das Moor von Drenthe nach Deutschland. (Vancouver ist nach Coevorden genannt).
Daher wurden schon bald mit den Ommelanden, Hunsingo, Fivelingo und Westerkwartier Verträge abgeschlossen. So befand sich die Rechtsprechung schon bald in Hand der Hoofdmannenkamer der 'Hauptleutekammer', der Vorläufer des provinzialen Gerichtshofes.
Die stets größer werdende Bedeutung (und auch Abhängigkeit) der umliegenden Gebiete von der Stadt führte aber weiter zu anhaltenden Konflikten und Unzufiedenheit bei den Bürgern. So hatte sich die Stadt z.B. das Stapelrecht ausbedungen. Dieses Stapelrecht legte fest, dass alle Güter wie z.B. Getreide und Bier nur in der Stadt gehandelt werden durften. Um diesem Konflikten Herr zu werden, gründete man im 15. Jahrhundert Beratungskremien, die sich aus Vertretern von Stadt und Umland zusammen setzten. Diese Beratungen fanden mit Teilnahme von Vertretern der 'Hauptleutekammer' statt und wurden unter Zusicht der Zentralregierung in Brüssel abgehalten. 1536 brachte Karl V. Groningen und Drenthe unter den burgundisch – niederländischen Herrschaftsbereich. Kurz zuvor Gelderland und Friesland. Damit trug er mit zur Bildung eines Niederländischen Staates bei, da schon früh einheitliche Strukturen gehandhabt wurden.
Der Magistrat der Stadt Groningen und eine Verwaltung der umliegenden Gebiete hielten ihre eigenen Versammlungen ab. Allerdings gab es keine mit heute vergleichbaren Strukturen wie Kommunen und Gemeinden. Die Provinz bestand im 16. Jahrhundert aus den Gauen: Hunsingo, Fivelingo, Westerkwartier, Gorecht, die Oldambten und Westerwolde. Ansonsten gab es etliche Klöster und sogenannte Kirchenspiele die sich um die Armenfürsorge und Steuereintreibung kümmerten.
Die Provinz Groningen war in dieser Zeit also noch bei weitem nicht so einheitlich als Provinz erkennbar. Viele verwaltungstechnischen Maßnahmen wurden hauptsächlich zur Sicherung des Handels ergriffen.
Ab dem Jahr 1850 regelte das Provinzgesetz die Rechte und Pflichten der Provinzen. Den Haag, Sitz der niederländische Regierung, verlor dadurch enorm an Einfluss. Groningen durfte, wie andere Provinzen auch, einen eigenen Haushalt aufstellen, konnte eigene Steuern erheben und durfte Gesetze erlassen. Das Parlament der Provinz wurde nun direkt gewählt. Allerdings durfte nur wählen wer a. Geld hatte und b. männlich war. Von 188.000 Bürgern blieben nur 7671 Wahlberechtigte übrig. Die Hauptaufgabe der Provinz lag bei der Wasserwirtschaft und dem Straßenbau.
Die wichtigsten Industriezweige sind:
| Grönnens laid | Van Lauwerzee tot Dollard tou,Groninger Lied | Von Lauwerszee bis hin zum Dollart,
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