Großolbersdorf ist eine Gemeinde im
Mittleren Erzgebirgskreis in
Sachsen,
Deutschland.
Geografie
Großolbersdorf ist ein
Waldhufendorf im mittleren Teil des
Erzgebirges, mit einer groben Ost-West-Ausrichtung.
Im Osten grenzt es an den
Bornwald und reicht im Westen bis zum
Zschopautal. Im Norden grenzt die Stadt
Zschopau an den Ort und im Süden die Stadt
Wolkenstein.
Höchster Punkt des Ortes ist der Zeisighübel mit 642 m Höhe, tiefster Punkt ist
die Zschopau mit 358 m.
Zur Gemeinde gehören auch die beiden Ortsteile Hohndorf und Hopfgarten. Hohndorf liegt als aus einem Vorwerk entstandene Siedlung auf einer Höhenlage von 500 - 550 m.
Hopfgarten gruppiert sich zu beiden Seiten des Zschopautales.
Geschichte
Großolbersdorf
1386 erste urkundliche Erwähnung
1536 Reformation
1575 Großolbersdorf wird eigenständige Parochie mit den Orten Grünau, Hohndorf, Hopfgarten und Scharfenstein
1643 im
Dreißigjährigen Krieg wird die Kapelle durch die
Schweden zerstört
1877 Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1888 Zentralschule wird eingeweiht
14. Februar
1945 Bombenangriff mit 10 Toten, 34 Wohn- und Wirtschaftsgebäude werden zerstört
1. Januar
1994 Eingemeindung von Hohndorf
1. Oktober
1998 Eingemeindung von Hopfgarten
13. August
2002 Jahrhunderflut, Brücke und Ufermauer in Hopfgarten werden zerstört
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Hohndorf
um
1385 Errichtung eines Vorwerkes
1486 erste urkundliche Erwähnung
1700 Anlegung der
Poststraße Chemnitz -
Marienberg (Erzgebirge)
1898 Bau des Schulgebäudes
14. Februar
1945 Bombenangriff mit 5 Toten, 5 Wohn- und Wirtschaftsgebäude werden zerstört
1. Januar
1994 Eingemeindung nach Großolbersdorf
Hopfgarten
1386 erste urkundliche Erwähnung
1862 Bau einer Straßenverbindung zwischen
Scharfenstein und Hopfgarten
1865 Bau der
Zschopautalbahn KBS 500,Gemeinderat lehnt die Errichtung einer Haltstelle ab
1913 Einweihung der steinernen Zschopaubrücke
1. Oktober
1998 Eingemeindung nach Großolbersdorf
Eingemeindungen
Am 1. Januar
1994 wurde Hohndorf und am 1. Oktober
1998 Hopfgarten mit dem Ortsteil Grünau eingemeindet.
Religionen
Die
evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Großolbersdorf umfasst den Ort mit allen Ortsteilen sowie den Ortsteil Scharfenstein der Gemeinde
Drebach.
Kirchweih ist am Sonntag nach dem
16. Oktober.
In der Gemeinde befindet sich außerdem eine Kapelle der Siebenten-Tags-Adventisten sowie ein Versammlungsraum der
Gemeinschaft in Christo Jesu.
Politik
Gemeinderat
Seit der Wahl
2004 besteht der
Gemeinderat aus 14 Gemeinderäten. 7 werden von der
CDU, 3 von der
SPD, 3 vom
Handels- und Gewerbeverband Großolbersdorf sowie einer von den
Freien Wählern Hopfgarten gestellt.
Bürgermeister
1990 -
2001 Ursula Staritz (
CDU)
seit
2001 Henry Freund (Freie Wähler Hopfgarten)
Wappen
Das
Wappen der Gemeinde Großolbersdorf wurde am
21. März 1997 genehmigt. Es entstand aus den Wappen der beiden vorherigen Gemeinden Großolbersdorf und Hohndorf.
Das Großolbersdorfer Wappen ist erstmals
1810 auf einem Siegelabdruck nachweisbar. Der Baum (
Eiche) steht für Leben, Lebensfreude, Eigenständigkeit und Bodenständigkeit. Der
Pflug steht für die
Landwirtschaft. Mit dem Zackenrad am unterem Rad wird an das Handwerk und die Industrie im Ort erinnert.
Das Symbol des Hohndorfer Wappen ist auf die ehemalige Pferdeabspanne "Schwarzes Ross" an der ehemaligen
Salzstraße zurückzuführen.
Partnerschaften
Großolbersdorf unterhält eine Partnerschaft mit der Gemeinde
Rainau in
Baden-Württemberg
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
Im
Dorfmuseum "Sättlerhaus" wird das Leben in einem Strumpfwirkerhaus im 19. Jahrunhdert dargestellt. Weiterhin können eine
Innungslade der Strumpfwirkerinnung sowie weitere Dokumente der Handwerkerinnungen des Ortes besichtigt werden.
Auch eine Ausstellung mit Weihnachtsdekoration (Pyramide, Weihnachtsberg) ist zu sehen.
Im
Schnitzerheim kann ein 1936 - 1938 geschaffener Berg mit geschnitzten Szenen aus dem Leben von
Karl Stülpner besichtigt werden.
Im weltweit einzigartigen
Museum für Nummernschilder, Verkehrs- und Zulassungsgeschichte (Nummernschildermuseum) wird nicht nur die Geschichte und Entwicklung von Nummernschilder gezeigt, auch die Geschichte des Zulassungswesen wird thematisiert.
Es werden mehr als 3.000 Nummernschilder ständig ausgestellt. Zu sehen sind außerdem weitere Informationen und Kuriositäten zu den Themen "Historische Fahrschule", "alte Führerscheine und Kraftfahrzeugpapiere", "alte Strafzettel" oder auch "Automobilclubs".
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Der Ort wird durch die
B 174 sowie die
Staatsstraße S 228 erschlossen.
Weiterhin erfolgt eine Anbindung durch die Kreisstraßen K 8170
Scharfenstein -
Heinzebank
und K 8150
B 174 -
Warmbad
Ansässige Unternehmen
MZ Motorrad und Zweiradwerk GmbH
Bildung
Im Ort befindet sich die
Grundschule "Ewald Mende".
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
- Rolf Haase (* 30. Dezember 1929; † 14. Dezember 2002) am 27. Januar 1991 für seine Beratertätigkeit nach der politischen Wende und dem Aufbau des Natur- und Heimatvereines
- Gottfried Werner (* 2. Dezember 1910) am 27. Januar 1991 für sein volkskünstlerisches Schaffen
- Kurt Seidel (* 23. März 1907; † 09. Januar 2002) am 22. Januar 1994 für sein volkskünstlerisches Schaffen
Söhne und Töchter der Gemeinde
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Literatur
- Johannes Reetz: Geschichte und Geschehen in der Kirchgemeinde Großolbersdorf. Selbstverlag, Großolbersdorf 1930
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