In einer Großmarkthalle werden traditionell Lebensmittel für den alltäglichen Gebrauch umgeschlagen und gehandelt, aber auch weitere Gebrauchsgüter wie Blumen. Wichtiges Kennzeichen einer Großmarkthalle ist der Großhandel, Einzelhandel findet hier normalerweise nicht statt. Im Bereich des Fruchthandels sind die Großmarkthallen eine wichtige Einrichtung
Funktion
Großmarkthallen besaßen in den industrialisierten Staaten eine herausragende Funktion bis weit in die siebziger Jahre des
20. Jahrhunderts. Sie wurden im Zusammenhang der Entwicklung der
Logistik vielfach abgelöst durch kommerzielle Frischezentren und
Güterverteilzentren (GVZ) der
Speditionswirtschaft. Für den
mittelständischen Einzelhandel sowie für lokal ansässige Großverbraucher, etwa in der
Gastronomie, erfüllen Großmarkthallen als Handelsplatz für Frischwaren aber weiterhin eine wichtige Funktion.
Beispiele
Eine der bekanntesten Großmarkthallen Deutschlands ist die
Großmarkthalle in Frankfurt am Main, die in den in den Jahren
1926 bis
1928 gebaut wurde. Das unter
Denkmalschutz stehende Gebäude wurde Mitte 2004 geschlossen und wird bis zum Jahr 2010 zum neuen Standort der
Europäischen Zentralbank umgebaut.
Die größte Großmarkthalle in Deutschland ist die 1912 erbaute Großmarkthalle München, die immer noch in Betrieb ist. Sie war zum Zeitpunkt ihrer Erbauung eines der modernesten Gewerbegebäude Europas (komplett unterkellert und unterirdisch befahrbar; hydraulische Aufzüge, uvm.).
Bezeichnung
Der Name Großmarkthalle ist inzwischen, bis auf wenige Ausnahmen, nicht mehr in Gebrauch. Meist wird nur noch die abgekürzte Form
Großmarkt benutzt. Einige Großmärkte nennen sich inzwischen
Frischezentrum.
Organisation
Praktisch alle deutschen Großmärkte sind mit Mitglied in der
Arbeitsgemeinschaft Marktwesen im Deutscher Städtetag (AGM), die meisten sind auch Mitglied in der
Gemeinschaft zur Förderung der Interessen der deutschen Großmärkte (GFI). Viele Blumengroßmärkte sind in der
Vereinigung Deutscher Blumenmärkte (VDB) organisiert.
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