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Mannheim Muellwerk.jpg | Mannheim-grosskraftwerk.jpg Das Großkraftwerk Mannheim ist ein aus fünf aktiven Blöcken bestehendes Elektrizitätswerk in Mannheim-Neckarau. Die Blöcke 3, 4, 6, 7 und 8 werden mit Steinkohle befeuert und liefern eine elektrische Leistung von 1675 Megawatt, davon 190 Megawatt als Bahnstrom (Block 3 dient seit 2006 als Reserve). Die Blöcke 1, 2 und 5 mit 715 MW wurden stillgelegt.

Ein Teil der Abwärme des Großkraftwerks Mannheim dient zur Versorgung von Mannheim und den umliegenden Gemeinden (bis nach Heidelberg) mit Fernwärme, wobei zum Teil oberirdisch verlegte Rohre zum Einsatz kommen. Auf diese Weise wird mit dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung der eingesetzte Brennstoff insgesamt zu 47 Prozent (Jahresdurchschnitt 2002) ausgenutzt.

Geschichte


Mannheim-B36.jpg in Mannheim-Rheinau.]] Das Großkraftwerk wurde 1921 von den Pfalzwerken, der Stadt Mannheim, der Badischen Landeselektrizitätsversorgung (später Badenwerk) und der Neckar AG gegründet. 1923 gingen die ersten Kessel in Betrieb.

Im dritten Reich wurde ein Kessel unter den Rhein gebaut, um ihn vor Luftangriffen zu schützen. Dieser wurde aber nach dem Krieg von den Besatzungsmächten demontiert.

1953 wurde zum ersten mal mehr als eine Milliarde Kilowattstunden Strom abgegeben. Ab 1955 wurde auch Bahnstrom erzeugt. 1959 begann die Versorgung Mannheims mit Fernwärme.

Nach einer stetigen Vergrößerung des Werkes, wurden in den 1980ern erstmals Entschwefelungsanlagen eingesetzt. Die Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland erzwang in den 1990ern drastische Kosteneinsparungen und einen erheblichen Abbau der einst 1.600 Arbeitsplätze.

Kennzahlen


Die Aktien der Großkraftwerk Mannheim AG verteilen sich mittelbar auf drei Eigner: RWE (40%), EnBW (32%) und MVV (28%).

Geschäftsjahr 2005 ¹
Umsatz 404
-
- davon Strom 370
-
- davon Fernwärme 25
-
- davon Dienstleistungen 7
-
Überschuss 6,6
-
Mitarbeiter 601
-
¹ in Mio. Euro

Siehe auch


Weblinks


Unternehmen (Mannheim) | Fossil-Thermisches Kraftwerk

 

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