| Großfrüchtige Moosbeere | ||||||||||||
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| Moosbeeren.jpg | ||||||||||||
| : | Blütenpflanzen (Magnoliophyta) |
| : | Zweikeimblättrige (Magnoliopsida) |
| : | Heidekrautgewächse (Ericaceae) |
| : | Heidelbeeren (Vaccinium) |
| : | Moosbeeren (V. subgenus Oxycoccus) |
| : | Großfrüchtige Moosbeere |
Die Großfrüchtige Moosbeere kommt ursprünglich in Hochmooren des nordöstlichen Nordamerikas vor, wurde aber auch in mehreren Mooren Deutschlands als Neophyt eingebürgert.
Ihre Früchte werden in den USA, vor allem in Neuengland, großflächig angebaut und vermarktet. Unter anderem gelten sie als unverzichtbarer Bestandteil des Thanksgiving-Menüs. In Deutschland befindet sich die Kranbeere häufig unter dem falschen Namen „Kulturpreiselbeere“ im Handel, schmeckt aber deutlich anders als Preiselbeeren, eher wie eine Mischung aus Beerenobst und Äpfeln.
Spektakulär ist die Ernte: die Felder werden geflutet und danach werden die Kranbeeren mit Hilfe spezieller Maschinen vom Busch abgeschüttelt, anschließend werden die reifen, obenauf schwimmenden Früchte eingesammelt (siehe Bild).
Die vier Luftkammern in der Beere haben neben dem Auftrieb bei der Ernte noch einen weiteren Nutzen: Die intakten Luftkammern hochwertiger Beeren lassen diese wie einen Ball hüpfen. Minderwertige Früchte tun dies nicht, sodass bereits 1881 Maschinen entwickelt wurden, die dafür sorgen, dass hochwertige Früchte über eine Barriere springen. Diese werden als ganze Früchte verkauft. Weiche Früchte werden dagegen zu Kompott oder Saft (z. B. für eine Verwendung in Erfrischungsgetränken) verarbeitet.
Inzwischen ist in klinischen Studien nachgewiesen, dass Kranbeeren und ihr Saft wirksam zur Vorbeugung von Harnwegsinfektionen u. a. mit Escherichia coli sind. Eine Wirksamkeit bei einer bereits bestehenden Infektion konnte noch nicht gezeigt werden. Als wirksamer Bestandteil kommen sowohl Proanthocyanidine als auch 1-O-Methylgalactose, Prunin und Phlorizin in FrageJ. Hutchinson, Do cranberries help prevent urinary tract infections? Nurs Times. 101/47/2005. S. 38-40. PMID 16329274D. M. Lynch: Cranberry for Prevention of Urinary Tract Infections American Family Physician. 70/11/2004. Online-VersionA. b. Howell u.a.: A-type cranberry proanthocyanidins and uropathogenic bacterial anti-adhesion activity. Phytochemistry. 66/18/2005. S. 2281-91. A. Turner u.a.: Inhibition of Uropathogenic Escherichia coli by Cranberry Juice: A New Antiadherence Assay. J. Agric. Food Chem. 53/23/2005. S.8940 - 8947. .
Die Wirksamkeit bei Mundinfektionen mit Streptococcus mutans beruht auf einer Hemmung der Biofilm-ProduktionH. Koo u.a.: Influence of Cranberry Juice on Glucan-Mediated Processes Involved in Streptococcus mutans Biofilm Development. 40/1/2006. Caries Research. S. 20-27. . Kranbeeren sind nicht wirksam gegen Besiedlung mit Bakterien in den Stirnhöhlen oder im DarmT. Kontokiari, Cranberry juice and bacterial colonization in children--a placebo-controlled randomized trial. Clin Nutr. 24/6/2005. S. 1065-72. .
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