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Die Großforschung oder Big Science bezeichnet die quasi-industriell betrieben Form der Wissenschaft, die im Wissenschaftsbetrieb seit etwa Mitte des 20. Jahrhunderts anzutreffen ist. Dazu zählen vor allem große Forschungseinrichtungen wie sie erstmals 1942 mit dem Manhattan-Projekt eingerichtet wurden. Aber auch die gesamte Entwicklung der Wissenschaftlichen Praxis lässt sich als eine Veränderung von der durch Individuen betriebenen „Little Science“ zur organisierten „Big Science“ beschreiben, wie Derek de Solla Price 1963 in Little Science, Big ScienceDerek de Solla Price: Little Science, Big Science, Suhrkamp, 1974 * darlegt und Walther Umstätter für das Internet-Zeitalter als eine „Fließbandproduktion des Wissens“ bezeichnet.Walther Umstätter: Die Nutzung des Internets zur Fließbandproduktion von Wissen. In: Organisationsinformatik und Digitale Bibliothek in der Wissenschaft. Gesellschaft für Wissenschaftsforschung, 2001, ISBN 3-934682-34-0, S. 179-199 (pdf)

Zum Komplex der Großforschung gehören auch ausreichende Systeme zur Dokumentation um Doppelarbeit zu vermeiden. Alvin M. Weinberg legte dazu 1963 im so genannten Weinberg-ReportAlvin M. Weinberg: Science, Government, and Information. 1963 Deutsche Übersetzung als Reaktion auf den Sputnik-Schock Empfehlungen für einen besseren Wissensaustausch vor.

Siehe auch


Quellenangaben


Literatur


  • Alvin M. Weinberg: Probleme der Großforschung. Suhrkamp, 1970, ISBN 3-518-06350-2
  • Margit Szöllösi-Janze: Großforschung - woher? Zur Geschichte der Großforschungseinrichtungen in der Bundesrepublik Deutschland. In: Physik und Didaktik 19, 1991, S. 220-233.

Wissenschaftspraxis

 

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