Ein Großerzbischof (lat. archiepiscopus maior) ist das Oberhaupt einer autokephalen oder autonomen Kirchengemeinschaft im christlichen Osten, das, vor allem aus historischen oder ökumenischen Gründen, nicht den Titel eines Patriarchen führen will oder soll.
Innerhalb der griechischen Orthodoxie gilt dies für den Erzbischof von Athen, aus Achtung gegenüber Konstantinopel.
Wie Patriarchen werden auch Großerzbischöfe von der Bischofssynode ihrer jeweiligen Kirche gewählt, während erstere jedoch erst nach ihrer Inthronisation den Papst um die ecclesiastica communio (die kirchliche Gemeinschaft) bitten, müssen letztere vom Papst vor ihrer Inthronisation bestätigt werden.
Zurzeit gibt es vier Großerzbischofssitze, die alle autonomen Teilkirchen eines östlichen Ritus vorstehen:
| Bischofssitz | sui iuris-Kirche | Bischof | Erhebung zum Großerzbistum |
|---|---|---|---|
| Kiew-Halytsch1 (Ukraine) | Ukrainische Griechisch-Katholische Kirche | Ljubomyr Kardinal Husar | 2001 |
| Ernakulam-Angamaly (Kerala, Indien) | Syro-Malabarische Kirche | Varkey Kardinal Vithayathil | 1993 |
| Thiruvananthapuram2 (Kerala, Indien) | Syro-malankarische Kirche | Cyril Mar Baselios Malancharuvil OIC | Februar 2005 |
| Alba Iulia-Făgăraş (Rumänien) | Rumänische Griechisch-Katholische Kirche | Lucian Mureşan | Dezember 2005 |
2. Der Großerzbischof der syro-malankarischen Kirche führt den Neben-Titel eines „Katholikos“.
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