| Wappen | Karte | bgcolor="#FFFFFF" | Wappen Grossbottwar.png | Karte_Ludwigsburg_in_Deutschland.png | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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| Basisdaten | bgcolor="#FFFFFF" | Bundesland: | Baden-Württemberg | bgcolor="#FFFFFF" | Regierungsbezirk: | Stuttgart | bgcolor="#FFFFFF" | Landkreis: | Ludwigsburg | bgcolor="#FFFFFF" | Geografische Lage: | bgcolor="#FFFFFF" | Höhe: | 223 m ü. NN | bgcolor="#FFFFFF" | Fläche: | 25,51 km² | bgcolor="#FFFFFF" | Einwohner: | 8387 (31. Dez. 2004) | bgcolor="#FFFFFF" | Bevölkerungsdichte: | 329 Einwohner je km² | bgcolor="#FFFFFF" | Ausländeranteil: | 10,2 % | bgcolor="#FFFFFF" | Postleitzahl: | 71723 | bgcolor="#FFFFFF" | Vorwahl: | 07148 | bgcolor="#FFFFFF" | Kfz-Kennzeichen: | LB | bgcolor="#FFFFFF" | Gemeindeschlüssel: | 08 1 18 021 | bgcolor="#FFFFFF" | Adresse der Stadtverwaltung: | Marktplatz 1 71723 Großbottwar | bgcolor="#FFFFFF" | Website: | www.grossbottwar.de | bgcolor="#FFFFFF" | E-Mail-Adresse: | stadt@grossbottwar.de | ||
| Politik | bgcolor="#FFFFFF" | Bürgermeister: | Rainer Gerhäusser | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Im Jahr 779 wird Großbottwar in einer Schenkungsurkunde des Klosters Fulda erstmals urkundlich als Boteburon erwähnt. Die Deutung des Namens ist ungeklärt. Es ist auch möglich, dass der Fluss nach der Stadt benannt wurde und nicht umgekehrt. Zum Zeitpunkt der Ersterwähnung war der Ort Bestandteil des Herzogtums Franken; die Pfarrkirche des Orts ist dem fränkischen Schutzpatron St. Martin geweiht. Das damalige Dorf befand sich denn auch westlich der heutigen Altstadt um die Martinskirche herum.
Ein Ortsadelsgeschlecht ist im 12. Jahrhundert bezeugt. Die Stadtgründung erfolgte wohl in der Mitte des 13. Jahrhunderts etwas westlich des alten Dorfs, die außerhalb der Mauern gelegene Martinskirche blieb jedoch Pfarrkirche. 1279 wird Großbottwar erstmals als Stadt (civitas) bezeichnet. Die Gründung erfolgte durch die Herren von Lichtenberg, die damals die benachbarte gleichnamige Burg Lichtenberg bewohnten. Sie verkauften 1357 ihre Burg und Herrschaft, inklusive der Stadt, an Graf Eberhard II. von Württemberg. Großbottwar war in der Folgezeit Sitz eines württembergischen Amtes. 1495 gab es in der Stadt eine Lateinschule, die bis 1925 bestand.
1525 wurde Großbottwar zu einem Zentrum der Aufstandsbewegung im Deutschen Bauernkrieg. Zu Ostern zogen zweihundert Bürger der Stadt auf den nahegelegenen Berg Wunnenstein und wählten Matern Feuerbacher aus ihren Reihen zu ihrem Anführer. Der Bauernhaufen vergrößerte sich schnell, so dass Feuerbacher auf seinem anschließenden Zug durch Württemberg über 8.000 Bauern kommandierte. Er bemühte sich um Mäßigung und Verhandlungen mit der Obrigkeit und hielt die Bauern von größeren Gewalttaten ab. Nachdem das Bauernheer bei Böblingen eine verheerende Niederlage erlitt, konnte er in die Schweiz fliehen. Heute ist die Realschule in Großbottwar nach ihm benannt. Die Stadt Großbottwar musste für ihre Rolle im Bauernkrieg eine hohe Geldstrafe zahlen.
Im Dreißigjährigen Krieg herrschte wie überall im Land große Not durch Kriegseinwirkungen und Epidemien. Die Stadt verlor zwei Drittel ihrer Einwohner. 1693 musste Großbottwar eine Brandschatzung an die eingefallenen Franzosen entrichten. Der Ort blieb, anders als die Nachbarstadt Marbach, von der Zerstörung verschont.
1806 verlor Großbottwar seine Funktion als Verwaltungssitz und kam an das Oberamt Beilstein, 1810 an das Oberamt Marbach. Bei diesem verblieb es bis zu dessen Auflösung 1938, als es an den Landkreis Ludwigsburg kam.
1894 wurde die Bottwarbahn eröffnet, die von Marbach über Beilstein nach Heilbronn führte und auch in Großbottwar einen Bahnhof hatte. Die Bahn eröffnete den Bewohnern bessere Erwerbsmöglichkeiten durch Pendlerarbeit. Zum Industriestandort wurde der Ort jedoch nicht, auch die Einwohnerzahl vergrößerte sich nicht (siehe unten). 1966 wurde der Personenverkehr auf der Bahn wieder eingestellt, 1968 auch der Güterverkehr.
Zum 1. Dezember 1971 wurden – im Zuge der baden-württembergischen Gemeindereform – die zuvor selbständigen Gemeinden Winzerhausen sowie Hof und Lembach nach Großbottwar eingemeindet.
1525 spielte der Berg – wie oben erwähnt – eine Rolle als Sammelplatz der Aufständischen. Die Michaelskirche auf dem Wunnenstein wurde 1563 auf Befehl Herzog Christophs abgebrochen, da sie als Wallfahrtskirche nach der Reformation nicht mehr benötigt wurde.
1610 verkaufte das Stift die Ortsherrschaft an Württemberg, das ihn dem Amt Bottwar zuschlug. Die verwaltungsrechtliche Zugehörigkeit verlief ab 1806 parallel mit der Großbottwars.
1856 gelangte der Weiler Holzweiler Hof an die Gemeinde Winzerhausen. Die Selbständigkeit der Gemeinde endete 1971, Winzerhausen behielt jedoch einen eigenen Ortschaftsrat.
Die Stadtflagge in den Farben Rot-Gelb wurde am 24. April 1979 verliehen, zuvor führte die Stadt eine Flagge in den Farben Rot-Weiß-Gelb-Schwarz.
Beim Ortsteil Winzerhausen erhebt sich der Wunnenstein. Dieser ist mit 394 Metern der höchste Punkt des Gemeindegebiets und markiert zugleich die Nordgrenze des Landkreises Ludwigsburg. Auf dem Berg sind ein Aussichtsturm, der 1889 erbaut und 1937 erhöht wurde, und ein Ausflugslokal.
Von 1894 bis 1968 lag Großbottwar an der Bottwarbahn, einer Schmalspurstrecke von Marbach am Neckar nach Heilbronn, die dann demontiert wurde. Ihre Trasse wurde großenteils in einen Radweg umgewandelt, so dass Großbottwar heute Station am Alb-Neckar-Radweg ist. Der ÖPNV wird durch Buslinien gedeckt, die in die Nachbarorte sowie bis Marbach am Neckar und Beilstein reichen.
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