| Wappen | Karte |
|---|---|
| GG_Gross-Gerau.jpg | KarteGG.png |
| Basisdaten | |
| Bundesland: | Hessen |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt |
| Landkreis: | Groß-Gerau |
| Geografische Lage: | |
| Höhe: | 88 m ü. NN |
| Fläche: | 54,47 km² |
| Einwohner: | 24.284 (31. Dezember 2005) |
| Bevölkerungsdichte: | 446 Einwohner je km² |
| Postleitzahlen: | 64501 - 64521 (alt: 6080) |
| Vorwahl: | 06152 |
| Kfz-Kennzeichen: | GG |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 33 006 |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Am Marktplatz 1 64521 Groß-Gerau |
| Website: | www.gross-gerau.de |
| Politik | |
| Bürgermeister: | Helmut Kinkel |
Groß-Gerau ist die Kreisstadt des Kreises Groß-Gerau, liegt im südlichen Rhein-Main-Gebiet in Hessen und hat gegenüber dem Umland Mittelpunktfunktion.
Groß-Gerau liegt im Norden des hessischen Rieds.
Die Gerauer Mark (das Waldgebiet zwischen Wallerstädten und Messel) wurde 910 in einer Schenkungsurkunde des Mainzer Erzbischofs Hatto I. erstmals urkundlich erwähnt. In der Folgezeit herrschten in der Region die Herren von Dornberg, bei denen es sich möglicherweise um Dienstleute der staufischen Kaiser in der Frankfurter Pfalz handelte (1160 Erwähnung einer Wasserburg im Gebiet des heutigen Dornbergs). Nach dem Aussterben der Herren von Dornberg traten die aus dem Westerwald und Mittelrheingebiet stammenden Grafen von Katzenelnbogen deren Nachfolge an und erwirkten 1398 für Groß-Gerau die Stadtrechte. Im Jahr 1479 starb Graf Philipp der Ältere von Katzenelnbogen ohne männlichen Nachfolger und die Grafschaft fiel an Hessen. 1578 wird mit dem Bau des Rathauses begonnen. Hier tagte das Schöffengericht und die landgräflich eingesetzten Schultheiße. Die Groß-Gerauer Stadtkirche wurde 1634 von kaiserlichen Truppen im 30-jährigen Krieg in Brand gesteckt. Landgraf Ludwig VI von Hessen-Darmstadt erneuerte 1663 die Stadtrechte gegen eine Zahlung von 24000 Gulden. Diese Rechte beinhalteten den Wegfall der Frondienste, Erhebung von Markt - Standgeldern, Vertretung im Landtag und das Recht Juden aus der Stadt zu verjagen.
Im 19. Jh. begann auch in Groß-Gerau die Industrialisierung. Bedingt durch den Anschluss an die Hessische Ludwigsbahn mit den Strecken Darmstadt-Mainz 1858 und Frankfurt am Main-Mannheim 1879 (Riedbahn) konnte sich ein vielfältiges Gewerbeleben entwickeln. Die Stadt wurde Sitz von Metallverarbeitung (FAGRO), Konservenfabriken (Helvetia), Käsereien (in GG wird der Mainzer Käse hergestellt) und der Zuckerindustrie. Von 1869 bis 1871 war Groß-Gerau das Epizentrum einer Reihe von etwa 2000, meist schwacher, Erdbeben. Das Straßenbahnprojekt von 1896 wurde nie verwirklicht.
In der Gegenwart hat sich die wirtschaftliche Gesamtsituation der Stadt Groß-Gerau sowie insbesondere auch des Landkreises Groß-Gerau verschlechtert. Relativ hohe Verschuldungsstände und die strikte Kontrolle der öffentlichen Haushalte (insbes. Kreis) durch das Regierungspräsidium Darmstadt sind hierfür Beleg.
Die nächste Bürgermeisterwahl steht 2007 an, zu der der Amtsinhaber aus Altersgründen nicht erneut kandidieren kann.
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