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Grindelwald
 

07029v.jpeg Grindelwald ist eine Gemeinde im Amtsbezirk Interlaken, Berner Oberland in der Schweiz. Der Name Grindelwald ist ein ursprünglicher Flurname und ist aus den althochdeutschen Wörtern grintil (Riegel, Sperre) und walt (Wald).

Es liegt weit verstreut im Talkessel der Schwarzen Lütschine zwischen Eiger, Wetterhorn, Fiescherwand und Faulhorn. Seine Gletscher, der Untere und der Obere Grindelwaldgletscher, die von etwa 1590 - 1880 bis vor das Dorf reichten, daher der Name Gletscherdorf, werden gerne besucht.

Der Ort lebt hauptsächlich vom Tourismus. Im Winter kommen vor allem Skifahrer, im Sommer Wanderer und Touristen aus Übersee, die die einmalige Kulisse mit dem Dreigestirn Eiger, Mönch und Jungfrau bewundern. Der Fremdenverkehr hat eine lange Tradition. Schon früh versuchte man die Berge den Gästen zugänglicher zu machen. Der Wetterhorn-Aufzug gilt als älteste Seilbahn der Welt.

Über die Berner Oberland-Bahnen besteht Anschluss nach Interlaken. Die Wengernalpbahn führt über die Kleine Scheidegg nach Wengen und Lauterbrunnen. Von der Kleinen Scheidegg besteht Anschluss mit der Jungfraubahn durch den Eiger auf das Jungfraujoch. Das Skigebiet Kleine Scheidegg/Männlichen wird außerdem durch eine Gondelbahn auf den Männlichen erschlossen. Eine weitere Gondelbahn führt ins Skigebiet First. Fahrten über die Grosse Scheidegg ins Haslital sind nur mit dem Postauto und mit dem Velo möglich. Im Sommer führt eine Luftseilbahn auf die Privatalp Pfingstegg am Mettenberg, Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Grindelwalder Gletschern.

Ebenfalls in Grindelwald befindet sich ein Jugendferienlager für behinderte Kinder.

Bergbahnen


Velogemel


Eine Grindelwaldner Erfindung ist der Velogemel, ein einspuriger lenkbarer Sportschlitten. Wie auf einem Fahrrad aus Holz, das Kufen anstelle von Rädern hat, düsen noch heute Wagemutige die verschneiten Hänge, Pisten und Wege hinunter.

Pisten-Funi


Ab den 1930er Jahren verfügte Grindelwald über ein spezielles Transportmittel für Wintersportler: die Funi (Kurzform von "Funiculaire") oder Schlittenseilbahn. Wie bei einer Standseilbahn fuhren zwei mit Kufen besetzte Schlitten gegenläufig hinauf und hinunter, allerdings nicht auf Gleisen, sondern auf dem Schnee. 1995 wurde die Grindelwaldner Funi als letzte ihrer Art eingestellt.

Grindelwald-Remake in Australien


Anfangs der 1980er Jahre erbaute ein niederländischer Großunternehmer nördlich der Stadt Launceston auf Tasmanien (Australien) eine Siedlung im Stil eines typischen Schweizer Dorfes und nannte diesen Ort Grindelwald. Die Häuser heben sich mit ihren ausladenden Dächern, Dachgeschossen in den spitzwinkligen Dächern, Blumenkästen, des zur australischen Leichtbauweise massiv anmutenden Äußeren und einiger weiterer typisch europäischer Baumerkmale deutlich ab von den sonst üblichen Häusern. Wer in Grindelwald ein Haus bauen möchte, muss sich zwingend an die entsprechenden architektonischen Vorschriften halten. Heute ist dieses Grindelwald natürlich ein Touristenmagnet mit Golfplatz, Hotels und Souvenirshops. Die Errichtung einer Touristenattraktion dürfte der Hauptgrund für die Errichtung des Schweizer Dorfes in Australien gewesen sein.

Bekannte Grindelwaldner


Weblinks


Image:Grindelwald from Eiger.jpg|Grindelwald aus der Eigernordwand gesehen Bild:Mh grindelwald im winter.jpeg|Im Winter mit Wetterhorn Image:Switzerland Grindelwald.jpg|Die Schwarze Lütschine in Grindelwald-Grund Bild:Grosse_Scheidegg.jpg|Blick von der Grossen Scheidegg auf den Talkessel von Grindelwald mit Eiger, Kleiner Scheidegg und Männlichen Image:Eiger met Grindelwald, Zwitserland.jpg|Grindelwald-Tal und Eiger Image:The view over the kleine scheidegg.jpg|Skigebiet Kleine Scheidegg - Männlichen

Ort in der Schweiz | Ort im Kanton Bern | Schweizer Gemeinde

Grindelwald | Grindelwald | Grindelwald (Berne) | גרינדלוולד | Grindelwald | Grindelwald | Grindelwald | Grindelwald (kommun, CH-BE)

 

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