Als Grenzwelle wird der Frequenzbereich zwischen 1.605 kHz und 4.000 kHz bezeichnet, weil er auf der "Grenze" zwischen Mittelwelle und Kurzwelle liegt.
Im englischsprachigen Raum werden diese Frequenzen entweder der Mittelwelle (engl.: MF, Frequenzen unter 3.000 kHz) oder der Kurzwelle (engl.: HF, Frequenzen über 3.000 kHz) zugerechnet. Die Ausbreitung erfolgt tagsüber vorwiegend über die Bodenwelle; es können ab der Dämmerung aber auch Überreichweiten durch die dann vorhandene Raumwelle entstehen. Für kommerzielle Funkdienste (insbesondere für den bis etwa 1995 dort tätigen küstennahen Seefunk) hat die Grenzwelle durch Satellitennavigation und Satellitentelefonie ihre Bedeutung verloren. Rundfunksendungen werden im Bereich der Grenzwelle verschiedentlich noch in den Tropen (Indonesien) ausgestrahlt. Im Rundfunkbereich spricht man daher auch vom Tropenband, dessen Frequenzbereich den der Grenzwelle weitgehend überlappt. Welchen Bedeutungswandel die Grenzwelle durch die Digitalisierung der Schmalband-Funktechnik erlangen wird (Digital Radio Mondiale, DRM) ist völlig offen. Funktechnik
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