Die Grenzfrequenz einer elektronischen Schaltung (z. B. Verstärker, Filter) ist diejenige Frequenz, bei der eine Ausgangsgröße auf einen Wert von 3 Dezibel unter den Bezugswert gesunken ist. Das sind 70,7 % (oder das -fache) der Spannung oder genau die halbe Leistung im Vergleich zum Durchlassbereich. Der Einsatzbereich der Schaltung ist durch die Grenzfrequenz nach oben und unten beschränkt. Er wird Übertragungsbereich genannt. Die untere Grenzfrequenz ist dabei die Untergrenze des Frequenzbandes; die obere Grenzfrequenz ist die Obergrenze des Frequenzbandes.
In der Physik wird anstatt der Grenzfrequenz fc gern die Grenz-Kreisfrequenz ωc = 2 · · fc gewählt. In einigen technischen Anwendungen, wie z. B. bei der Emphasis ist es üblich anstatt der Grenzfrequenz die Zeitkonstante = R · C = 1 / ωc = 1 / (2 · fc), anzugeben. Bei einem Bandpass liegt zwischen der oberen und unteren Grenzfrequenz als geometrisches Mittel die Mittenfrequenz.
Die Grenzwellenlänge rechteckförmiger Hohlleiter ergibt sich aus der Formel:
λGrenz = 2 · a (Freiraumwellenlänge).
Für die Grenzfrequenz fc folgt: fc = c / (2 · a).
Beispiel: Rechteckhohlleiter mit a = 3 cm.
fc = (3 · 108 m/s) / 0,06 m = 5 GHz
λGrenz = Grenzwellenlänge in m
a = längere Seite des Hohlleiters in m
c = Lichtgeschwindigkeit im Vakuum = 299 792 458 m/s
Frequenz | Digitale Signalverarbeitung | Nachrichtentechnik
Cutoff frequency | Frecuencia de corte | Fréquence de coupure | Frequência de corte | 截止頻率
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