Das United States Army Special Forces Command (Airborne) (Special Forces), oft aufgrund ihrer Kopfbedeckung auch Green Berets genannt, ist die dienstälteste aktive Spezialeinheit der US Army mit dem Einsatzschwerpunkt der unkonventionellen Kriegsführung.
Dieses wiederum bildet zusammen mit Einheiten aus anderen Teilstreitkräfte - dem Naval Special Warfare Command, dem Air Force Special Operations Command, dem Marine Corps Forces Special Operations Command und dem US Joint Special Operations Command (JSOC) - unter dem US Special Operations Command (USSOCOM) die Spezialkräfte des US-Militärs.
In der Terminologie der US Army werden Spezialtruppen mit Special Operations Forces bezeichnet, da der naheliegende Term Special Forces bereits als Eigennamen für die Green Berets vergeben ist. Wegen ihres hohen Bekanntheitsgrades werden die Special Forces oft mit anderen Spezialtruppen der US Army verwechselt.
Der Begriff Green Berets stammt von der ursprünglich inoffiziellen Kopfbedeckung der Special Forces Ende der 1950er Jahre, gewählt als Abgrenzung zu dem traditionell roten Barett der Fallschirmjäger (Airborne). Im Zuge der Verstärkungen (Reaktivierung ehemaliger SF-Gruppen) und gesteigerten Wertschätzung durch die US-Regierung erlaubte Anfang der 1960er Jahre ein Erlass von US-Präsident John F. Kennedy den Special Forces offiziell das Tragen des grünen Baretts.
Als Reminiszenz an John F. Kennedy erhielt 1983 das Institute for Military Assistance, die Ausbildungsakademie der Special Forces, im Zuge einer Reorganisation den Namen John F. Kennedy Special Warfare Center.
„De Oppresso Liber" (Von der Unterdrückung befreien) ist das Motto der Einheit.
Der in den US-Streitkräften gebräuchliche Spitzname der Army Special Forces ist "Dogfaces" („Hundegesichter“).
Ähnlich wie bei den Navy Seals und der Delta Force überschneidet sich das Aufgabengebiet der Green Berets mit dem von Nachrichtendiensten.
Die wesentlichen Szenarien sind der Einsatz im Ausland (Foreign Internal Defense), unkonventionelle Kriegsführung, Fern-Aufklärung hinter feindlichen Linien und direkte Kampfeinsätze.
Der Einsatz im Ausland stellt die wichtigste Operationsform in Friedenszeiten dar. Die Special Forces bilden Militär und Polizei befreundeter Staaten in ihren originären Sachgebieten aus, stellen aber sicher, dass humanitäre Fragen und Öffentlichkeitsarbeit ebenso zu dem vermittelten Wissen gehören. Dieser Ansatz behält auch im Kriegsfall seine Bedeutung, wenn Special Forces im gegnerischen oder umkämpften Territorium freundliche Truppen, Milizen oder Guerilla-Einheiten aufstellen, ausbilden und führen.
Unkonventionelle Kriegführung umfasst zahlreiche verdeckte Operationen in gegnerisch kontrolliertem oder politisch schwierigem Umfeld, unter anderem Guerilla-Kriegsführung, psychologische Kriegführung und Propaganda sowie Sabotage. Weitere Einsatzprofile umfassen die Koordination gemeinsamer Einsätze mit verbündeten Streitkräften anderer Nationalität, Such- und Rettungsoperationen, Sicherheitsberatung, friedenserhaltende und humanitäre Einsätze, und Kampf gegen den Drogenhandel.
Das Special Forces Command umfasst sieben Special Forces Gruppen, zwei von ihnen gehören der Nationalgarde an und sind, vereinfacht dargestellt, Reserve-Einheiten. Jede Gruppe besteht aus drei Bataillonen, einer Unterstützungskompanie und einer Stabskompanie. Die genaue Größe der Bataillone ist unbekannt, wahrscheinlich besteht jedes aber aus drei Kompanien. Der Bataillonsstab wird als Operational Detachment Charlie bezeichnet. Jede Kompanie verfügt über drei Operational Detachments Alpha oder A Teams. Der Kompaniestab wird als Operational Detachment Bravo bezeichnet und ist in der Lage, verbündete Einheiten bis zu Regimentsstärke zu führen.
Jedes A Team besteht aus zwölf Soldaten und entspricht Zugebene bei konventionellen Army- Einheiten, wobei der Kommandant und sein Stellvertreter jeweils Offiziere und die zwei Aufklärer/Einsatzplaner, zwei Funker, zwei Pioniere, zwei Waffenspezialisten und zwei Sanitäter mit chirurgischer Ausbildung Unteroffiziere sind. Alle Mitglieder sind vertraut mit den Sprachen ihres Einsatzgebietes und sind in der Lage, mehrere technisch-militärische Aufgaben im Team wahrzunehmen. Sie operieren, geführt durch den Stab einer Armeegruppe, verdeckt und sind in der Lage, bis zu einer Einsatztiefe von 800 km ohne Versorgung eingesetzt zu werden. Dabei sind sie zu Lande, zu Wasser und auf dem Luftweg verlegbar.
Das Team kann sich in zwei Untergruppen teilen. Ihre Aufgabe ist es, Personen auf gegnerischem Gebiet zu rekrutieren, Partisaneneinheiten zu formieren und diese zum Einsatz gegen kleinere gegnerische Einheiten und Objekte zu bringen. Der Stabschef der Partisanenformation wird aus den Einheimischen bestimmt. Parallel zu ihren direkten Aufgaben trainieren A Teams während ihrer Einsätze bei jeder Gelegenheit verbündete Einheiten bis zu Bataillonsgröße. Ein A Team pro Kompanie verfügt über eine Kampftaucherzusatzausbildung SCUBA und ein weiteres über eine spezielle Fallschirmsprungausbildung für Sprünge aus großer Höhe mit extrem niedriger Schirmöffnungshöhe HALO (high altitude low opening).
Militärischer Verband (United States Army) | Spezialeinheit
United States Army Special Forces | Special Forces | Specijalne jedinice Američke vojske | Forze speciali dell'esercito statunitense | Zielone Berety | Specialne sile Kopenske vojske ZDA
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