Graufleckigkeit ist ein Schaden an Zahnrädern in Getrieben. Dabei erscheint die geschädigte Fläche auf der Zahnflanke mit bloßem Auge mattgrau. Unter starker Vergrößerung ist zu erkennen, dass eine Vielzahl kleinster Ausbrüche und Poren die Ursache für das graue Erscheinungsbild sind. Graufleckigkeit kann unter Umständen zu tieferen Anrissen und anschließend zu großflächigen Ausbrüchen auf dem Zahnrad führen (Grübchen oder Pittings genannt). Die Graufleckigkeit bewirkt außerdem eine Veränderung der Zahnflankenform und kann die Verzahnungsdynamik und das Geräuschverhalten verändern. Grauflecken_klein.jpg
Graufleckigkeit tritt dann auf, wenn im hochbelasteten Kontakt zweier Zahnräder hohe Gleitgeschwindigkeiten sowie geringe Schmierfilmdicken (siehe: Schmierung) vorliegen. Die wichtigsten Ursachen für die Entstehung von Grauflecken sind:
Graufleckigkeit als Zahnradschaden ist nur selten in Kraftfahrzeuggetrieben zu finden. Sie tritt hauptsächlich in hochbelasteten Industriegetrieben auf, z.B. bei Walzwerken, Mühlenantrieben oder in Windenergieanlagen.
Da die Geometrie, die Belastung und Drehzahl meist durch äußere Anforderungen festgelegt sind, ist die Wahl eines geeigneten Schmierstoffs entscheidend. Hochleistungsschmierstoffe werden in einem standardisierten Test auf ihre Eignung zur Vermeidung von Grauflecken getestet.
Für den Begriff Graufleckigkeit wird im Englischen der Begriff "Micropittings" oder auch "Grey Staining" verwendet.
Siehe auch: Pitting
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