| Wissenschaftlicher Name
|
| Carcharhinus albimarginatus
|
| Rüppell, 1837
|
Der
Graue Riffhai (
Carcharhinus amblyrhynchos) ist ein Vertreter der
Blauhaie.
Vorkommen
Er ist nur im
Indopazifik und im
Roten Meer beheimatet und hält sich gemäß seines Namens in der Nähe der
Korallenriffe auf.
Merkmale
Der Hai ist im Durchschnitt etwa eineinhalb Meter lang und sein torpedoförmiger Körper macht ihn zu einem schnellen und wendigen Jäger. Seine Färbung ist ein helles bis sehr dunkles Grau.
Gefährdung für den Menschen
Es gab zwar schon mehrere Berichte über Angriffe des grauen Riffhais auf Menschen, wobei solche Angriffe eher dem
Weißen Hai oder dem
Bullenhai zugerechnet werden. Der Graue Riffhai ist aber Dank seiner Aggressivität nicht weniger gefürchtet. Es gibt immer wieder Berichte über "Freßorgien", bei welchen der Hai wild um sich beißt und alles verschlingt, was ihm zwischen die Zähne kommt. Wodurch diese Raserei ausgelöst wird, ob durch einen Tropfen Blut im Wasser, durch Futterneid, die Vibrationen im Wasser, die fressende Artgenossen erzeugen oder auch anderes, ist nicht vollständig geklärt.
Typisch für den Grauen Riffhai ist auch sein Drohverhalten. Vor einem Angriff schwimmt der Hai in engen Kreisen und schwenkt den Kopf. Dann wölbt er den Rücken, senkt die Flossen und reißt den Rachen auf, wobei er sich absinken lässt. Dann erst attackiert er den Gegner.
Trotz alledem kann der Graue Riffhai auch recht friedlich sein. Es gibt sogar Belege, dass die Tiere sich von Tauchern abrichten und sogar aus der Hand füttern ließen.
Fortpflanzung
Seine Wildheit demonstriert der Graue Riffhai auch bei der Paarung. Sie vollführen einen "Hochzeitstanz". Das Weibchen schwimmt davon, worauf sich der männliche Hai mit Heftigkeit auf sie stürzt und sie mehrmals beißt, bevor er die Begattung (siehe
Haie) vollzieht. Diese "Liebesbisse" können dem Weibchen schwere Wunden beibringen.
Haie