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Die Grand Prix-Serie ist eine Computerspielserie über die Formel 1 von MicroProse, die unter der Leitung von Geoff Crammond programmiert wurde. Bei den Spielen handelt es sich um Rennsimulationen, die versuchen, die Fahrphysik eines Formel 1- Wagens, den technischen Möglichkeiten entsprechend, so gut wie möglich zu simulieren.

Teile


Formula One Grand Prix

Anfang der 90er wurde der britische Programmierer Geoff Crammond von Microprose damit beauftragt, eine möglichst realistische Formel 1-Simulation zu erstellen. Heraus kam 1991 die erste richtige Formel 1-Simulation, Formula One Grand Prix (F1GP), die in den USA unter dem Namen World Circuit verkauft wurde. Das Spiel wurde zuerst für den Amiga veröffentlicht, 1991 dann schließlich auch für den PC. Mit für damalige Verhältnisse überragender Grafik und sehr realistischer Physik wurde das Spiel recht erfolgreich. Es bot einige interessante Innovationen, wie z.B. Regenrennen. Die Möglichkeit, per Nullmodemkabel zwei PCs zu vernetzen und somit gegeneinander anzutreten wurde der PC-Version durch einen Patch hinzugefügt (die Amiga-Version hatte keinen Mehrspielermodus). Zusammen mit Indy 500 war es das erste Rennspiel, das Polygone verwendete.

Grand Prix 2

1996 folgte der zweite Teil der Serie: Grand Prix 2 (GP2). Neu waren eine auch heute noch hoch gelobte 3D-Grafik und Digitalsound. Außerdem war es nun möglich, sein Fahrzeugsetup individuell einzustellen, was so detailgetreu möglich war, dass es den originalen Setups der Formel 1 schon recht nahe kam. Das Spiel wurde von den Fans begeistert aufgenommen und war lange Zeit das meistverkaufte Autorennspiel überhaupt. Als Wermutstropfen lassen sich allerdings auch der fehlende Regenmodus nennen, sowie die fehlende Unterstützung von 3D-Grafikkarten, wodurch die damalige Hardware völlig mit dem Spiel überfordert war.

Grand Prix 3

Der dritte Teil, Grand Prix 3, der im Jahr 2000 erschien, war in großen Teilen eine Weiterentwicklung von Grand Prix 2. Das Spiel lief nun unter Windows mit DirectX, allerdings war die 3D Grafikkartenunterstützung nur halbherzig integriert worden. So nutzte das Spiel die Fähigkeiten moderner Grafikkarten kaum und lag damit visuell weit hinter der Konkurrenz zurück. Auch das Spielen über Internet war im Gegensatz zu anderen Spielen, wie z.B. Grand Prix Legends, nicht möglich. Dafür konnten sich die Spieler auf ein einzigartiges Wettersystem freuen, so war es erstmals in einer Rennsimulation möglich, dass sich das Wetter im Verlauf eines Rennens änderte. Hörte es auf zu regnen, trocknete zuerst die Ideallinie und danach die Strecke realistisch ab, selbst einzelne Pfützen wurden simuliert. Dadurch wurde das Renngeschehen deutlich beeinflusst, die Strategie wurde ein noch wichtigerer Bestandteil der Simulation. Dies und weitere Verbesserungen machten Grand Prix 3 zu einem Millionenhit, fast so erfolgreich wie der Vorgänger.

Grand Prix 3 2000

Ein Jahr später brachte Infogrames (heute Atari), das inzwischen MicroProse aufgekauft hatte, ein Addon für Grand Prix 3 heraus: Grand Prix 3 Saison 2000. Durch dieses Addon wurde Grand Prix 3 auf die 2000er Formel 1-Saison aktualisiert. In Wirklichkeit handelte es sich nicht um ein Addon, sondern um ein eigenes Spiel, das auch einige Verbesserungen gegenüber GP3, wie 3D-Sound und EAX-Effekte, eine verbesserte Physik Engine (Simulation von Differentialen), Schadensmodell (Kollision mit Trümmerteilen) beinhaltet.

Grand Prix 4

Grand Prix 4 war der letzte Teil der Grand Prix-Serie und erschien im Jahr 2002. Während die Physik selbst auf Grand Prix 3 aufbaute, bekam GP4 eine vollkommen neue Grafikengine für DirectX 8 verpasst. Die Strecken waren dank GPS-Vermessung detailgetreu nachgebaut, auch die Wagen waren deutlich detaillierter als beim Vorgänger. Trotz all dieser Verbesserungen wurde Grand Prix 4 ein Flop, was schließlich dazu führte, dass das Microprose Entwicklerstudio geschlossen wurde und Infogrames damit das Ende der GP Serie bewirkte. Eine geplante XBox-Version war schon fast fertiggestellt, wurde jedoch nie veröffentlicht. Gründe für die schlechten Verkaufzahlen war zum einen die große Konkurrenz durch EAs Formel 1 2002, sowie zahlreiche Bugs im Spiel, die die Kunden verärgerten. Dies kam daher zustande, dass Infogrames die Entwickler unter zeitlichen Druck setzte und letztendlich ein unfertiges Spiel veröffentlichte, um vor dem Konkurrenten Electronic Arts fertig zu sein. Eine klare Fehlentscheidung des Managements, das somit das Ende dieser erfolgreichen Serie zu verantworten hat.

Die Grand Prix-Community


Schon seit längerer Zeit haben sich um die Grand Prix-Serie mehrere Communitys gebildet, die sich darum bemühen, die Spiele der Serie jährlich auf den neuesten Stand zu bringen. So ist es möglich, dank dieser kostenlosen AddOns sogar mit dem 1996 erschienenen Grand Prix 2 in der aktuellen Saison 2005 z.B. in Istanbul gegen Fernando Alonso anzutreten. Einige solcher Communitys finden Sie unten bei "Weblinks"

Weblinks


  • http://www.grandprixgames.com/ Offizielle Seite der Grand Prix-Serie (v.a. über Grand Prix 4)
  • http://www.grandprixgames.org/ Internationale Fanseite mit mehr als 3600 Erweiterungen zu dem Spiel.
  • http://www.grand-prix-4.de/ Deutsche Grand Prix-Community
  • http://www.grandprix2.de/ Deutsche Grand Prix 2 Fanseite

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Formula One Grand Prix (Geoff Crammond) | Formula One Grand Prix (Geoff Crammond)

 

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