CornoGrande.jpg Der Gran Sasso d'Italia (kurz Gran Sasso, deutsch etwa „großer Fels Italiens“) ist ein Gebirgsmassiv in den Abruzzen in Italien.
Dieses höchste Gebirge auf der Apenninenhalbinsel, etwa in deren Mitte gelegen, bildet den östlichsten und zugleich höchsten Teil der Abruzzen. Höchster Gipfel des Gran Sasso ist der Corno Grande mit 2.912 m. An seiner Nordseite befindet sich der südlichste Gletscher Europas, der Ghiacciaio del Calderone (Calderone-Gletscher). Nach Südosten geht das in der Eiszeit gebildete, markant geformte Gebirge in die 1.600 bis 2.200 m hoch gelegenen Karsthochebenen des Campo Imperatore über.
Der Gran Sasso ist touristisch gut erschlossen und besonders für Bergtouren, aber auch für Wintersport ein beliebtes Fremdenverkehrsziel. Der Großteil des Bergmassivs ist Teil des Gran-Sasso-Nationalparks.
Die erste bis heute überlieferte Besteigung des Gran Sasso erfolgte 1573 durch den Bologneser Francesco De Marchi.
1943 wurde auf dem Campo Imperatore der gestürzte faschistische Diktator Benito Mussolini gefangengehalten, bis er in einer abenteuerlichen Aktion (Unternehmen Eiche) unter der Leitung von Otto Skorzeny mit einem Kleinflugzeug vom Typ „Fieseler Storch“ befreit wurde.
Heute führt unter dem Gran Sasso ein Autobahntunnel hindurch, in dem sich auch die Zufahrt zu einem unterirdischen Labor für physikalische Experimente, die auf eine Abschirmung von der kosmischen Strahlung angewiesen sind, speziell Neutrinoforschung, befindet (Laboratori nazionali del Gran Sasso (LNGS)). Teile des Tunnel-Querschnitts werden im Rahmen des GALLEX Experiments benutzt.
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